Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Plänen die Flügel gestutzt

Über 30 Bürger verfolgten die Sitzung

Samtgemeinderat meldet Bedenken gegen drei Windenergieflächen an

gb. Hollenstedt. Geplanten Windrädern sollen in der Samtgemeinde Hollenstedt die Flügel gestutzt werden. So lässt sich der Beschluss des Samtgemeinderates, der von über 30 Bürgern in Heins Gasthof in Holvede verfolgt wurde, knapp zusammenfassen. Der Rat folgte damit gegen die Stimmen der Grünen einer Empfehlung von Luis Gomes Martinho. Der Hamburger Stadtplaner hatte eine Analyse zum Regionalen Raumordnungsprogramm des Landkreises Harburg (RROP) erstellt. Darin heißt es, dass gegen einige potentielle Vorranggebiete zur Windenergienutzung aus landschaftsplanerischer und städtebaulicher Sicht Bedenken bestehen.
Diese Bedenken richten sich gegen folgende im RROP- Entwurf vorgeschlagenen Potentialflächen:

Der Bereich zwischen Hofstedter Berg und der Stellheide sei aus Artenschutz- und Naturschutzgründen für die Ansiedlung von Windenergieanlagen ungeeignet. Dort sollen deshalb zwei Flächen komplett aus dem RROP gestrichen werden.
Im Bereich nordwestlich von Regesbostel bis zur Gemarkungsgrenze Sauensiek soll laut Gutachten eine Fläche verkleinert werden. Hier würde es sonst zu „erheblichen Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes“ kommen.
Die im Bereich Wennerstorf bereits vorhanden vier Windräder sollen nicht erhöht werden. Sie weisen bereits jetzt eine Nabenhöhe von rund 100 Metern auf. Bei der durch das sogenannte „Repowering“ vorgesehenen Höhenverdopplung würde der dafür notwendige Mindestabstand von 1.000 Metern zur Ortslage nicht eingehalten werden können. Zur Sicherung des Flugverkehrs müssten derart deutlich erhöhte Anlagen auch nachts befeuert werden.

Keine Bedenken bestehen hingegen gegen potentielle Vorranggebiete in den Gemeinden Halvesbostel und Appel. Grundsätzlich, so heißt es in der Stellungnahme weiter, begrüße die Samtgemeinde die Förderung von Windenergie. Das letzte Wort hat in dieser Sache der Kreistag. Er beschließt letztlich das RROP.