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Rettungsdienste ohne Orientierung

Nur Hausnummern und keine Straßennamen, ein Umstand, den Reinhard Kolkmann ändert

Oldendorfer Bürger geben Widerstand gegen die Vergabe von Straßennamen auf

gb. Oldendorf. Straßennamen dienen der Orientierung. Fehlen sie, können Rettungsdienste ihr Ziel kaum ohne Zeitverzögerungen erreichen. Genau das geschah wiederholt in dem kleinen Ort Oldendorf. Dessen 96 Einwohner verteilen sich auf nur fünf Straßen. Namenlosen Straßen, in denen die Häuser lediglich nummeriert sind. Ein Umstand, der bereits seit 2004 geändert werden sollte. Doch stieß dieses Vorhaben seither auf den Widerstand der Oldendorfer. Die Bürger verwiesen zur Begründung ihrer Abwehr auf den „historisch gewachsenen dörflichen Charakter“, zu dessen Struktur Hausnummern und nicht etwa Straßennamen gehören würden.
In der jüngsten Ratssitzung der Gemeinde Appel, zu der der Ort Oldendorfer zählt, schwand dieser Widerstand. „Es gibt keine gesetzliche Grundlage dafür, Straßennamen zu vergeben, jedoch ist es die originäre Aufgabe des Rates, sie zu vergeben“, sagt Reinhard Kolkmann. Der Appeler Bürgermeister verwies darauf, dass es ein unhaltbarer Zustand sei, dass Rettungsdienste durch den Ort irren. Einstimmig schloss sich der Appeler Rat dieser Auffassung an. Die Vergabe der Straßennamen erfolgt nach den Vorschlägen der Anwohner und in Anlehnung an alte Flurstücke. So soll die Kreisstraße künftig den Namen „Oldendorfer Dorfstraße“ tragen. Weitere Straßennamen lauten „An Diek“, „Bobn Moor“ , „Bullersbarg“ und „Bocksberg“.