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Rhythmische Integration

Im großen Kreis wurde getrommelt und getanzt

Estetalschüler trommeln gemeinsam mit Asylbewerbern

gb. Hollenstedt. Westafrikanische Rhythmen erfüllten die Aula der Hollenstedter Estetal-Oberschule. Dort hatte sich die Trommel-AG der fünften und sechsten Klassen zusammen mit über 30 Hollenstedter Asylbewerbern zu einer gemeinsamen Session eingefunden. Was als gelebte Integration gedacht war, brachte den Raum und alle, die sich darin befanden, gleichermaßen in Schwingung. Schnell sprang der Funke auf die zuhörenden Mitschüler über. Spontan wurde zum Klang der Trommeln auch getanzt.

„Es ist ganz toll, dass wir die Möglichkeit haben, die Flüchtlinge bei uns willkommen zu heißen und mit ihnen in Verbindung zu treten“, freut sich Schulleiter Hauke Brinckmann. Begeistert zeigen sich auch die Mitglieder der Trommel-AG. „Das ist total cool, die Asylbewerber bringen Abwechslung und ganz viel Stimmung in die Gruppe“, sagt der zwölfjährige Lukas. Seinem gleichaltriger Freund Jan-Felix bedeutet es „ganz viel mit den Leuten ein Stück der Welt kennenzulernen.“ Namensvetter Felix (30) stammt aus Liberia. „Wir sind sehr glücklich darüber, hier mitmachen zu können und andere Menschen zu treffen“, sagt der Schwarzafrikaner. „Alles gut, alles macht ganz viel Spaß “, freut sich auch Adama Coulibaly. Der 25-jährige floh von der Elfenbeinküste nach Hollenstedt.

Ins Leben gerufen und geleitet wird die Trommel-AG von der engagierten Schulsekretärin Andrea Sotona. Von ihr ging auch die Initiative aus, die Flüchtling in das Projekt einzubinden. Die Unterrichtspausen verbrachten die Neubürger Hollenstedts, die in den Schulräumen einen Deutschkurs absolvieren, ohnehin schon fußballspielend oder beim Tischkicker gemeinsam mit den Estetalschülern. Mit diesem Projekt, dass uns allen unglaublich viel Freude bereitet, leisten wir auch einen Beitrag zu der Aktion „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, sagt die passionierte Trommlerin Andrea Sotona. Der Trommelkurs läuft über insgesamt sechs Wochen. Ein Folgekurs wurde vom Landkreis Harburg bereits genehmigt.