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Schmeling-Haus als Museum?

Roland Suttner im Asservatenzimmer der Boxfabrik mit der größten Boxbuch-Sammlung Deutschlands. Er möchte in Max Schmelings Haus ein kleines Boxsport-Museum einrichten (Foto: oh)
bim/gb. Wenzendorf. Ein Boxsportmuseum im früheren Wohnhaus der im Februar 2005 verstorbenen Box-Legende Max Schmeling in Wenzendorf einzurichten - das sind die Pläne des Münchner Boxsporttrainers Roland Suttner (61). Er würde das Schmeling-Haus zu diesem Zweck gerne kaufen. Um die Zukunft des Schmeling-Hauses geht es auch in der Wenzendorfer Ratssitzung am Donnerstag, 7. Februar, um 19.30 Uhr.
"Klitschko-Trainer Fritz Sdunek rief mich an und berichtete von einem Treffen mit dem Ortsbürgermeister und einem Hotelier. Wir haben Hochachtung vor Max Schmeling und sind in Sorge, dass sein Haus meist bietend verkauft oder irgendwann abgerissen werden könnte", so Suttner, der in München den Boxclub "Boxfabrik" betreibt. Dort gebe es bereits eine kleine Ausstellung von Box-Requisiten.
"Es bietet sich an, in Schmelings früherem Haus eine Ausstellung einzurichten, z.B. mit Sportutensilien wie Boxhandschuhen aus Schmelings Ära und einem verkleinerten Boxring aus den 30er Jahren." Getragen werden könnte das kleine Museum von einem Förderkreis. "Es müssen keine großen Summen bewegt werden, aber ich und einige andere würden schon etwas investieren", sagt Suttner.
"Ich würde das Haus gerne kaufen, wobei beim Kaufpreis wertmindernde Faktoren berücksichtigt werden müssten", so Suttner, der betont: "Ich bin kein Grundstücksspekulant, und ich verfolge keine kommerziellen Interessen."
Suttners Ziel ist es, das kleine Museum spätestens zum zehnten Todestag von Schmeling im Jahr 2015 zu eröffnen. "Das Ganze sollte aber von der Gemeinde gewollt sein", so Suttner. In rund 30 Mails habe er bereits Zuspruch für sein Vorhaben erfahren. So u.a. von Benjamin Roolfs, Leiter Touristik der Lüneburger Heide GmbH für den Landkreis Harburg. "Wir haben Herrn Suttner unsere Unterstützung zugesagt. Wir begrüßen grundsätzlich neue Ideen, empfehlen aber auch unbedingt ein nachhaltiges Konzept", so Roolfs. "Ein 'normales' Museum sehe ich auch nicht als innovativ. Ich denke aber mit den Kontakten, die Herr Suttner hat, kann man das Museum mit aktuellen Boxsportgrößen und Themen kombinieren, so dass das Thema lebendig wird."
Wenzendorfs Bürgermeister Manfred Cohrs sieht Suttners Vorhaben hingegen skeptisch. "Das ist nichts langfristig Tragendes."