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Sicherheitsrisiko Busbahnhof?

Sorgen sich um die Sicherheit von Schulkindern: Anja Hellmann (li.) und Caroline Baumann

Hollenstedter Eltern stellen Forderungskatalog zum Schutz von Schulkindern auf


gb. Hollenstedt. Kritik aus gleich zwei Richtungen üben Eltern am Busbahnhof Hollenstedt. Während der Schulelternrat dort beidseitig fehlende Buswartehäuschen bemängelt, beklagen zwei Mütter die Gefahr von Schulwegunfällen im Bereich des Glockenbergs. "Wir fordern am Busbahnhof Hollenstedt Sicherheit für unsere Kinder," erklären Anja Hellmann und Caroline Baumann. Beide Mütter hatten sich über drei Jahre als Elternlotsen betätigt. Doch aus Mangel an Beteiligung wurde dieser Dienst zu Jahresbeginn komplett eingestellt. Aus Sicht von Anja Hellmann und Caroline Baumann stellt die jetzige Situation am Fuß von Glockenberg- und der Estetalschule insbesondere für kleinere Kinder ein großes Risiko dar. Zu unübersichtlich sei die Lage dort. Obwohl der neu umgebaute Platz als Tempo-30-Zone ausgewiesen ist, würden Busfahrer und Eltern zu schnell fahren. Die nun statt des bisherigen Zebrastreifens vorhandene Aufpflasterung sei zu kurz und böte keinen effektiven Schutz.
In einem Punkteplan fassen die engagierten Mütter ihre Erwartungen zusammen: Zur Erhöhung der gesamten Schulwegsicherheit soll im Bereich der K40 zwischen den Bedarfsampeln „Estetalstraße“ und „Am Stinnberg“ Tempo 30 eingeführt werden. Auf dem gesamten Busbahnhofsbereich soll Schrittgeschwindigkeit gelten. Die bisherige Beleuchtungssituation müsse erheblich verbessert und der aufgepflasterte Überweg verlängert werden. Zudem erwarten beide Mütter die Wiedereinrichtung des Elternlotsendienstes oder die Einrichtung eines Schülerlotsendienstes. "Unglücklich" über die Sicherheitslage am Busbahnhof zeigte sich auch Dirk Stoßmeister. "Wir sind froh, dass dort bisher noch kein Unfall geschehen ist", sagte der Leiter der Glockenbergschule. Auf den geforderten Schülerlotsendienst angesprochen, erklärte der Leiter der Estetalschule Hauke Brinckmann: "Wir werden weiter versuchen, darauf hinzuarbeiten."
„Die vorgenommenen Umbaumaßnahmen erfolgten im Konsens aller Beteiligten, also auch mit den Schulen“, erläutert Johannes Freudewald. Der Kreissprecher weist zudem darauf hin, dass in den 30er-Zonen laut Straßenverkehrsordnung keine Zebrastreifen statthaft seien. Von Teilen der neuen Forderungen überrascht zeigt sich auch Jürgen Böhme. „Der Ruf nach Tempo 30 auf der K40 ist mir neu und müsste ebenso von der Verkehrsbehörde geprüft werden wie die geforderte Schrittgeschwindigkeit am Busbahnhof“, sagt Hollenstedts Bürgermeister. Konkrete Abhilfe soll mit der Verlängerung des aufgepflasterten Überweges und der Verbesserung der Beleuchtung erfolgen. Diese Maßnahmen sollen ebenso während der Osterferien durchgeführt werden wie die Überdachung der neuen Wartebucht. Der Forderung nach Wartehäuschen erteilt Böhme mit den Worten „auf beiden Seiten wird das mit Sicherheit nicht in diesem Jahr geschehen“ eine Absage. Die Gemeinde habe im vergangenen Jahr in Abstimmung mit den Eltern 60.000 Euro investiert. Das Wartehäuschen an der Dierstorfer Straße werde immer wieder demoliert. „Wir haben die gesamte Schulwegsicherheit in den vergangenen Jahren bereits erheblich verbessert, doch es reicht den Eltern nie. Dabei ignorieren sie selbst die vorhandenen verkehrsrechtlichen Anordnungen“, kritisiert Jürgen Böhme die Elternkritik.