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Tag der offenen Tür in der Zukunftswerkstatt

Per Lüß mit seiner selbst konstruierten Drohne
mi. Buchholz. Warum sprudeln Badekugeln, was passiert mit einem Schoko-Schaumkuss im Vakuum, oder wie misst man den Koffeingehalt von Kaffee? - beim Tag der offenen Tür in der Zukunftswerkstatt Buchholz gab es für die Besucher viel Spannendes, Interessantes und Faszinierendes aus der Welt von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) zu erleben.
Auf der Veranstaltung stellten zum Beispiel Schüler verschiedene Projekte vor, an denen sie in der Zukunftswerkstatt gearbeitet haben. Darunter waren auch Lennart Ehming (12) und Nina Lambrin (12), die in einem interessanten Vortrag zeigten, warum Badekugeln sich in der Badewanne sprudelnd auflösen. Anhand eines Versuchsaufbaus zeigten die zwei jungen Forscher, wie bei einer Reaktion von Natron und Zitronensäure der Sprudeleffekt entsteht. Mit ihrem Experiment haben sich Lennart und Nina für den Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ angemeldet. Die beiden Nachwuchswissenschaftler haben ihre Idee in dem Zukunftswerkstatt-Projekt „Freies Forschen“ entwickelt. Hier gehen die Teilnehmer unter Anleitung einer vorher entwickelten Fragestellung auf den Grund. „Wir haben nach einem Internetvideo mit Anleitung Badekugeln hergestellt, dann haben wir sie im kalten Wasser getestet und waren enttäuscht, dass sie gar nicht sprudeln. Daraus haben wir dann unsere Fragestellung entwickelt“, erklärt Lennart Ehming
Wie vielfältig die Möglichkeiten in der Zukunftswerkstatt sind, zeigt das Projekt von Per Lüß (15) der Schüler nutzte das Know-how der Zukunftswerkstatt, zur Konstruktion einer eigens entworfenen voll funktionsfähigen Drohne. 
Weniger technisch, dafür aber sehr anschaulich war der Versuch von Zukunftswerkstattsmitarbeiterin Dr. Andrea Schroedter. Die Chemielehrerin ließ einen Schokoschaumkuss auf das zigfache seiner Größte wachsen, indem sie ihm einem Vakuum aussetzte. „Durch das Vakuum dehnt sich die in der Süßigkeit enthaltende Luft aus“, erklärte sie dazu den faszinierten Besuchern. 
Sehr zufrieden mit dem Tag der offenen Tür war auch der Geschäftsführer der Zukunftswerkstatt, Prof. Dr. Wolfgang Bauhofer. „Unser Konzept, den Kinder und Jugendlichen anhand alltäglicher Vorgänge naturwissenschaftliche Zusammenhänge zu erklären und die Neugier für MINT-Fragen zu wecken kommt sehr gut an“, sagte er. Als nächstes Projekt werde die Zukunftswerkstatt die Funktion des menschlichen Organismus in den Fokus nehmen. Außerdem sei geplant, stärker auf Projektarbeit zu setzen. Bauhofer: „Die Projekte sollen einen stärkeren Berufsbezug erhalten. So kann sich eine Gruppe zum Beispiel nur mit der Funktion und dem Umgang einer Wärmebildkamera beschäftigen und in der praktischen Anwendung lernen, wie diese Geräte zum Beispiel von Bau-Ingenieuren eingesetzt werden.“ Vorstellbar wäre das Ganze mit Praktika in entsprechenden Betrieben zu verbinden.