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Tierschutz bleibt zahnlos

Die Kastration bewahrt Generationen von Katzen vor Leid

Zahl der Katzenkastrationen stagniert trotz deren Pflichteinführung

gb. Hollenstedt. „Wir wollen den Tierschutz in den Fokus rücken.“ Das sagte Kerstin Markus, Ordnungsamtsleiterin der Samtgemeinde Hollenstedt, als im Mai diesen Jahres die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Katzen im Samtgemeindebereich eingeführt wurde. Vier Monate später fragt das WOCHENBLATT nach, ob sich die Samtpfotenbesitzer im Kampf gegen die Katzenschwemme zeigen, oder sich die neue Verordnung als zahnloser Tiger erweist. „Es ist ein amtlich vorgeschriebener Prozess, der allerdings nur langsam zu greifen beginnt“, bedauert Samtgemeindebürgermeister Heiner Albers die noch mangelnde Kooperation der Katzenhalter. Diese Einschätzung teilt auch Jörn Gieseler: „Wir verzeichnen eine nur schwache Zunahme bei den Katzenkastrationen und eine stärkere Zunahme bei den Implantationen von Microchips zur Kennzeichnung der Freigänger“, sagt der Hollenstedter Tierarzt. Keine Veränderungen hingegen konnte die ebenfalls ortsansässige Tierarztpraxis Rudolf Werner vermelden. Zwischen beiden Praxen besteht eine Vereinbarung mit der Samtgemeinde über die Höhe der im Rahmen der neuen Verordnung zu berechnenden Behandlungskosten. Sie entsprechen dort dem Mindestsatz nach der Tierärztlichen Gebührenordnung. Der beläuft sich für die Kastration von Katzen auf 100 Euro, und für die von Katern auf 50 Euro. Für die Implantation eines Microchips, durch den die Kennzeichnungspflicht erfüllt wird, entstehen Kosten in Höhe von 15 Euro. Katzenbesitzer, die finanziell nicht in der Lage sind, diesen Betrag aufzubringen, können Zuschüsse von rund 50 Prozent bei der Samtgemeinde beantragen. Ob eine entsprechende Bedürftigkeit vorliegt, wird durch die Buchholzer Dr. Frölich-Tierschutzstiftung geprüft. „Bisher sind leider kaum entsprechende Anträge eingegangen“, erklärt deren Vorsitzende Marianne Frölich.