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Verkauf scheint unabwendbar

Max-Schmeling-Haus scheitert weiterhin an fehlendem Nutzungskonzept
gb. Wenzendorf. „Alles läuft auf einen Verkauf hinaus.“ Mit diesen Worten schildert Wenzendorfs Bürgermeister Manfred Cohrs (WGW) die aktuelle Entwicklung zur Zukunft des Privathauses von Max Schmeling. Trotz intensiver Bemühungen habe sich kein tragfähiges Nutzungskonzept für das marode Gebäude ergeben. Auch das zwischenzeitlich vom Usedomer Sporthotelier Hans Dornbusch erhoffte Engagement zum Erhalt der Immobilie sei, so Cohrs weiter, im Sande verlaufen. Daher greife die Gemeinde als Eigentümerin nun auf den bereits im Frühjahr vergangenen Jahres gefassten Verkaufsbeschluss zurück.
Eine andere Entwicklung hingegen hätte sich Heiko Stöhr, Vorstandsmitglied der Max-Schmeling-Stiftung, gewünscht. Als Museum käme das Haus zwar nicht in Frage. Auch weil Max Schmeling selbst größten Wert auf seine Privatsphäre gelegt hat. „Ich verstehe aber nicht, warum man das Haus nicht äußerlich ansehnlich macht, und es so als geschlossenes Objekt der Öffentlichkeit von außen zugänglich macht“, sagte Stöhr auf WOCHENBLATT-Anfrage.
Auch die Gemeinde möchte das Haus gern erhalten, so Bürgermeister Cohrs. Dies sei aber langfristig nur möglich, wenn das Gebäude zukünftig wieder genutzt und dafür innen und außen saniert werde. Gerade deshalb sei es besonders wichtig, einen Käufer zu finden, der auch den ideellen Wert des Schmeling-Hauses zu schätzen weiß.
Unterdessen geht die Erschließung des 1,4 Hektar großen Neubaugebietes „Anny-Ondra-Bogen“ weiter voran. Auf dem an das Max-Schmeling-Haus angrenzenden Areal sollen, wie berichtet, zwölf Einfamilienhäuser entstehen. Das Andenken an das 2005 verstorbene Boxidol soll durch Erinnerungstafeln gewahrt werden, die im Bereich des Max-Schmeling-Weges aufgestellt werden sollen.