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Warum musste Katze Tilly sterben?

Süßer Stubentiger: Tilly war aufgeweckt und vital Fotos: mi / privat
Unbekannter schoss mit dem Luftgewehr auf die Samtpfote / Tierarzt konnte nicht mehr helfen

mi. Hollenstedt. War es ein Dummejungenstreich oder brutaler Hass? Ein Unbekannter hat in Hollenstedt mit einem Luftgewehr auf die Katze von Sven Paul geschossen und das Tier dabei so schwer verletzt, dass die Samtpfote an den Verletzungen qualvoll verendete.
"Wer macht so etwas nur?" Sven Paul, seine Lebengefährtin Melanie Zieginger und der kleine Benedikt (4) sind am Boden zerstört. "Benedikt versteht gar nicht, dass Tilly nicht mehr da ist, und auch wir sind sehr traurig", sagt der Berufsfeuerwehrmann.
Das Drama begann am vergangenen Freitag: Nach einem ihrer Streifzüge war Tilly sehr träge, später musste sich die Kartäuser-Mischlingskatze ständig übergeben und wurde zusehends apathisch. Die Famile brachte sie zum Tierarzt. Der gab eine krampflösende Spritze und bat die Familie, den Zustand von Tilly zu beobachten. Doch das Medikament schlug nicht an. Der sonst aufgeweckten, verspielten Katze ging es immer schlechter. Einen Tag später stellte der Tierarzt einen kleinen Fremdkörper in Tillys Bauchraum fest. Die Vermutung: Die Katze hat etwas Falsches gefressen. Der Arzt verabreichte der Katze eine Infusion und behielt das Tier zur Beobachtung in der Praxis. Nachts verschlechterte sich Tillys Zustand dann rapide. Der Tierarzt führte eine Notoperation durch - doch es war zu spät.
"Tilly ist noch in derselben Nacht gestorben, wir haben sie bei uns unter einem Baum beerdigt", sagt Sven Paul.
Später stellt der Tierarzt den Grund für Tillys Martyrium fest. Der harmlos wirkende Fremdkörper im Bauchraum der Katze war ein Luftgewehrprojektil. Die kleine Bleikugel  - ein sogenanntes "Diabolo" - steckte tief im Gewebe der Katze. Durch Tillys Bewegungen hatte sich die Kugel samt der an ihr haftenden Gewebefäden um die Innereien der Katze gewickelt, woran die Samtpfote letztlich starb.
Sven Paul kann nicht fassen, dass jemand tatsächlich mit einen Luftgewehr auf fühlende Wesen wie seine Tilly schießt. Als Tatort vermutet er die Gegend um den alten Bahndamm in Hollenstedt. Sven Paul: "Wir sind erst vor Kurzem umgezogen. Tilly ist immer dahin zurück auf ihren Ausflügen." Dass einer seiner jetzigen Nachbarn der "Katzenhasser" sein könnte, glaubt Sven Paul nicht. "Viele haben hier selbst Katzen, hier wohnen junge Familien, ich kann mir nicht vorstellen, dass hier jemand auf unsere Katze geschossen hat."
Sven Paul wünscht sich, dass der Schütze sein Verhalten überdenkt. "Katzen sorgen auch dafür, dass es in seinem Garten vielleicht weniger Mäuse und anderes Ungeziefer gibt. Wer Katzen überhaupt nicht mag, kann sie mit harmlosen Duftmitteln einfach fernhalten. Dafür zur Waffe zu greifen, ist gemein und primitiv."