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Wie schnell ist denn schnell?

Drittklässler zeigen Rasern die rote Karte

Schüler lernen Geschwindigkeit und Bremsweg einzuschätzen

gb. Hollenstedt. Längst nicht alle Erwachsenen halten sich an die Verkehrsregeln. Das lernten Drittklässler der Hollenstedter Glockenbergschule im Rahmen des Projektes  "Auf die Bremse, fertig, los". Als Hilfssheriffs lobten oder tadelten sie das Verhalten von Fahrzeugführern, die auf der K 40 unterwegs waren. Ein von der Gesellschaft für Kriminalprävention und Verkehrssicherheit installiertes Radargerät half ihnen dabei, die Geschwindigkeit der vorbeibrausenden Fahrzeuge zu bewerten. Fahrer, die den Schulweg zu schnell kreuzten, bekamen unter lauten Buhrufen von den Kindern die rote Karte gezeigt. Die grüne Daumen-hoch-Karte wurde unter großem Jubel für die Einhaltung des Tempolimits von 50 Stundenkilometern gezückt. Was so viel Begeisterung bei den Schülern sorgte, hat einen ernsten Hintergrund. Denn 30.000 Kinder, verunglücken in Deutschland jährlich im Straßenverkehr, 5.000 von ihnen schwer oder gar tödlich. Hauptunfallursache ist dabei neben überhöhtem Tempo vor allem auch ein Fehlverhalten der Kinder beim Überschreiten der Fahrbahn. Den Grund dafür kennt Ursula Auer: "Kinder unter zwölf Jahren sind auf Grund ihrer biologischen Entwicklung noch nicht selbständig in der Lage Geschwindigkeiten richtig einzuschätzen", erklärt die Präventionsreferentin. Deshalb beinhaltet das Projekt auch eine temporeiche Unterrichtsstunde in der Turnhalle. An Hand spielerischer Bewegungs- und Wahrnehmungsübungen erarbeiteten die Acht- bis Neunjährigen dabei wie Geschwindigkeit und Bremsweg einander bedingen. "Diesen Zusammenhang zu erkennen ist ungeheuer wichtig, manchmal sogar überlebenswichtig", sagt Schulleiter Dirk Stoßmeister, der sich im Rahmen der allgemeinen Verkehrserziehung für dieses Projekt einsetzt.