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„Wohnen am A1-Zubringer“ Anwohner der Ahornallee in Hollenstedt leiden unter Schleichverkehr

Günther Dingfelds kleiner Erfolg: das „Achtung Kinder-Schild“
mi. Hollenstedt.  mi. Hollenstedt. Viele Anwohner der Ahornallee - einer kleinen Wohnstraße in Hollenstedt - ärgern sich seit Jahren über Schleichverkehr, der die Tempo 30-Zone als Ausweichstrecke für den im desolaten Zustand befindlichen Wennerstorfer Weg missbraucht. Viele der Autofahrer halten sich dabei nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung. Eine Verkehrsberuhigung der Straße wird seit Jahren immer wieder von einigen Anwohnern, darunter Günter Dingfeld, gefordert - bisher aber ohne Erfolg.
Günther Dingfeld steht an einem „Achtung Kinder“-Schild. Der Anlieger wohnt seit Jahrzehnten in der Ahornallee. Das Schild wurde aufgestellt, als sein Sohn noch klein war. Heute ist er längst erwachsen. Doch an der Situation in der Ahornallee hat sich seitdem laut Dingfeld nichts geändert.  Seit Jahrzehnten kämpfe er mit der Hollenstedter Verwaltung, um eine Verkehrsberuhigung der Straße durchzusetzen. Mittlerweile füllt der Schriftwechsel Aktenordner. Selbst an den Landtagsabgeordneten Heiner Schönecke (CDU) hat sich Dingfeld schon gewandt - ohne Erfolg.
„Wir haben hier direkt in der Straße einen Spielplatz. Die Zuwegung ist so schlecht einzusehen, dass hier schon mal ein Kind angefahren wurde“, erklärt Günther Dingfeld. Das Problem sei, dass die Ahornallee quasi als illegaler Autobahnzubringer fungiere.
Hintergrund: Das Wohngebiet liegt in der Nähe der Autobahnraststätte Aarbachkate. Obwohl es verboten ist,  nutzen viele Autofahrer die Raststätte als Autobahnauffahrt. Da der direkte Weg zur Raststätte über den maroden Wennerstorfer Weg führt, nutzen viele Autofahrer die Ahornallee, die kurz vor der Aarbachkate in den Wennerstorfer Weg mündet, als Ausweichstrecke. Viele Fahrer, die von der Autobahn kommen, rasen dabei durch die Wohnstraße. „Hier wurden zwar schon Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt, die Messgeräte standen aber auf der falschen Straßenseite. Gemessen wurde demnach ausgerechnet in die Fahrtrichtung, bei der Autofahrer rechts vor links beachten mussten. Günther Dingfeld: „In die andere Richtung hat man freie Fahrt. Ich bin mir sicher, das Ergebnis würde anders aussehen.“
Mit den Vorwürfen konfrontiert, stellt Bürgermeister Jürgen Böhme klar, dass die Verwaltung mehr als Geschwindigkeitsmessungen nicht machen könne. „Das Aufstellen von Pollern oder eine Verkehrsberuhigung ist in einer Straße wie der Ahornallee rechtlich nicht möglich“, so der Bürgermeister. Er persönlich befürchte darüber hinaus auch Beschwerden anderer Bewohner der Ahornallee, wenn die Straße tatsächlich mit Schwellen ausgestattet werden würde.  Im Übrigen sei Günther Dingfeld dieses hinlänglich durch diverse
Schreiben der Verwaltung bekannt.
Einen Lichtblick für die vom Verkehr genervten Anwohner gibt es aber: Wie berichtet, soll der Wennerstorfer Weg - die direkte Verbindung zur Raststätte - nach 30 Jahren saniert werden. Nach Abschluss der Arbeiten werden dann wohl viele Autofahrer, die illegal auf die Autobahn auffahren wollen, anstelle der Ahornallee diese Straße wählen.