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Dauernd Ärger wegen Ausschlusses: Umstrittener Passus in der Benutzungssatzung für Kindertagesstätten in Hollenstedt

bim. Hollenstedt. Die Benutzungssatzung für Kindertagesstätten in der Samtgemeinde Hollenstedt bietet häufiger Anlass für Ärger. Und jedes Mal geht es um die Androhung eines Ausschlusses.
Vor drei Jahren sorgte ein Passus, nachdem Kindergartenkinder, deren Eltern das Essensgeld nicht entrichten, im Zweifel ihren Platz am Mittagstisch in der Kita räumen müssen, für mächtig Wirbel und großes Medieninteresse. In der neuen Satzung, die in der jüngsten Jugend- und Sozialausschuss-Sitzung vorgestellt wurde, ist dieser Absatz nicht mehr enthalten.
Dafür ärgert sich Katrin Munz (M hoch zwei) aber über die Möglichkeit, Kinder vom Besuch der Kita auszuschließen, wenn die Eltern wiederholt die Kernbetreuungszeiten nicht eingehalten haben oder die von ihren Eltern nicht rechtzeitig zum Ende der angemeldeten Betreuungszeit abgeholt wurden. „Man kann doch nicht das Kind ausschließen, wenn die Eltern sich fehlverhalten“, klagte sie in der jüngsten Fachausschuss-Sitzung.
Samtgemeinde-Bürgermeister Heiner Albers betonte hingegen: „Das Kind steht bei uns immer an oberster Stelle.“ Wohl keiner der Ausschuss-Mitglieder möchte je von der Möglichkeit des Ausschlusses Gebrauch machen. Zur Absicherung des Kita-Personals soll der Punkt aber in der Satzung bleiben.
Das war damals auch beim „Essens-Paragraphen“ die Argumentation. Und der hat es auch nicht in die neue Amtsperiode geschafft.