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Die Ampel an der Tostedter Straße wird sicherer

Besonders wenn die Bäume grün sind, ist die Ampel kaum zu sehen (Foto: mi)
mi. Hollenstedt. Erstaunlich was alles möglich ist, wenn man die richtigen Hebel zu bewegen weiß: Die schlecht sichtbare Ampel an der Tostedter Straße in der Ortseinfahrt Hollenstedt wird jetzt doch schon im März oder April mit heller LED-Technik nachgerüstet, damit Autofahrer sie in Zukunft nicht mehr so leicht übersehen. Das ist einer Pressemitteilung des Landtagsabgeordneten für den Landkreis Harburg, Heiner Schönecke (CDU), zu entnehmen. Noch Mitte Januar teilte die zuständige Behörde für Straßenbau mit, es sei noch nicht sicher, dass für die für das zweite Quartal geplante Umstellung auch die notwendigen Haushaltsmittel bereit gestellt werden könnten.
Offenbar zeigte der stetige Druck Wirkung: Wieder und immer wieder hatten Christian Fritz und weitere besorgte Eltern die für die Landstraße L 141 (Tostedter Straße) zuständige niedersächsische Straßenbaubehörde auf die Situation an der Ampel hingewiesen.
Hintergrund: Die Ampel, die hauptsächlich von Schülern auf dem Weg zum Schulzentrum am Glockenberg genutzt wird, ist schlecht zu erkennen. Mancher Pkw- und vor allem Lkw-Fahrer kann deswegen nicht mehr rechtzeitig bremsen und fährt bei Rot. Verstärkt wird diese abstrakte Gefahr noch dadurch, dass in der Straße notorisch zu schnell gefahren wird. Geschwindigkeitsmessungen der Gemeinde Hollenstedt ermittelten, dass rund 75 Prozent der Autofahrer zu schnell unterwegs sind. Christian Fritz und seine Mitstreiter forderten deswegen, dass die Ampel auf LED umgestellt wird und dass die Gelb- und Grünphase verlängert wird. Außerdem soll mit einem Schild auf die Ampel hingewiesen und die Geschwindigkeit in der Straße regelmäßig kontrolliert werden. Umstellungen der Gelb- und Grünphasen wurden von der Behörde wie gefordert zügig vorgenommen. Die weiteren Forderungen der Eltern zogen allerdings langwierige Verhandlungen nach sich. Diverse Schriftwechsel verliefen ohne konkrete Ergebnisse. Auch der für die Geschwindigkeitsüberwachung zuständige Landkreis Harburg zeigte sich noch vor zwei Wochen eher behäbig, als das WOCHENBLATT die Kreisverwaltung mit den Daten der Geschwindigkeitsmessung an der Straße konfrontierte. Erstmal müsse man eigene Messungen vornehmen, dann, wenn sich, was nicht sicher sei, bestätige, dass in der Straße tatsächlich zu schnell gefahren werde, wolle man weitere Schritte prüfen.
Plötzlich geht es jetzt doch viel schneller: Wie Heiner Schönecke mitteilt, stehen die Haushaltsmittel für die LED-Umrüstung bereit. Die Behörde halte damit ihre Zusage ein. Auch der Landkreis Harburg werde, laut Schönecke, jetzt regelmäßig Geschwindigkeitsüberwachungen in der Straße vornehmen. Schönecke: „Danach muss entschieden werden, ob es noch zu weiteren Nachrüstungen z. B. der Aufstellung einer vorgeschalteten Warnanzeige, kommen muss.“