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Einstimmigkeit im Samtgemeindrat Hollenstedt - wichtige Themen auf den Weg gebracht

Kinder in einer Kita: Die Samtgemeinde Hollenstedt will die Kinderbetreuungssituation verbessern Foto: Fotolia_Sergey_Novikov (Foto: Fotolia Sergey Novikov)
mi. Hollenstedt. „Alles einstimmig? Ist das langweilig“, Horst Barfknecht, ehemaliges langjähriges Ratsmitglied, der zur Sitzung des Samtgemeinderats Hollenstedt am Dienstag in Holvede erschienen war, konnte die Harmonie zwischen den Fraktionen kaum fassen. Beinahe ohne Diskussion brachte der Samtgemeinderat Krippenbau, Ganztagsschule, IT-Kooperation mit dem Landkreis Harburg und eine Verlängerung der Schulsozialarbeit auf den Weg.
Einzig beim Thema Kita- und Krippenbau gab es einige kritische Beiträge, wobei keiner der Kritiker die Entscheidung an sich infrage stellte. Ruth Alpers (Grüne) kritisierte Hollenstedts Bürgermeister Jürgen Böhme (CDU) dafür, dass die Gemeinde Hollenstedt - anders als die Nachbarkommune Moisburg - kein neues Grundstück für den Krippenbau bereitstellen wird. Stattdessen sollen die für Hollenstedt geplanten drei neuen Elementargruppen auf dem vorhandenen Grundstück der Krippe „Achtern Schünen“ realisiert werden (das WOCHENBLATT berichtete). Regesbostels Bürgermeister Kay Wichmann (WGH) erklärte: „Bei aller Zentralisierung des Betreuungsangebots in den großen Orten Hollenstedt, Moisburg und Appel sollten wir auch die kleinen Gemeinden nicht vergessen. Die nächsten Kitas sollten auch mal in Drestedt oder Regebostel entstehen.“ Das sei auch im Hinblick auf den zunehmenden Verkehr ratsam. Wichmann: „Es gibt schon jetzt kritische Nachfragen von Bürgern, was die Zunahme des Hol- und Bringverkehrs angeht.“ Rückendeckung erhielt er dabei auch von anderen Bürgermeistern kleinerer Gemeinden. So merkten sowohl Halvesbostels Bürgermeister Jürgen Ravens (CDU) als auch Drestedts Bürgermeister Bernd Apel (WGH) an, dass die Gemeinden ebenfalls Grundstücke an die Samtgemeinde übertragen würden, sollte dort der Bau einer Kita geplant sein.
Einstimmig brachte der Samtgemeinderat auch die Entscheidung auf den Weg, dass sich die Samtgemeinde gemeinsam mit anderen Samt- und Einheitsgemeinden sowie den Städten Buchholz und Winsen an einer IT Kooperation mit dem Landkreis Harburg beteiligt. Langfristiges Ziel, der als GmbH organisierten neuen interkommunalen Verwaltungseinheit soll es sein, Onlineangebote für die Bürger auszubauen und Verwaltungsaufgaben stärker zu digitalisieren sowie die Systemsicherheit zu verbessern. Der Samtgemeinderat entschied, den Gemeindeanteil für die Finanzierung der IT-Kooperation von rund 49.000 Euro zur Verfügung zu stellen. Eine Anmerkung gab es hier nur vom Ratsherrn Ludwig Hauschild (Grüne). Er kritisierte, dass die Unterlagen zum Hintergrund der Kooperation in einem kaum zu verstehenden Kauderwelsch aus Behördensprache und IT-Fachsprache verfasst seien. „Ich möchte Sie bitten, darauf zu achten, dass auch Nicht-Fachleute verstehen, um welches Thema es geht“, so Hauschild. Dafür gab es auch viel zustimmendes Nicken bei den anwesenden Bürgern.