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"Es war eine erfüllte Zeit" - Pastor Fulko Steinhausen verlässt die Kirchengemeinde Hollenstedt

Pastor Fulko Steinhausen verlässt Hollenstedt (Foto: Caroline Wöhling)
Hollenstedter Pastor wird  ab September neuer Superintendent des Kirchenkreises Verden

mi./nw. Hollenstedt. Für die Kirchengemeinde Hollenstedt ist es ein Verlust, für den Kirchenkreis Verden sicher ein Gewinn. Pastor Fulko Steinhausen verlässt im September Hollenstedt und die dortige Kirchengemeinde in Richtung Verden, um dort seine neue Stelle als Superintendent des Kirchenkreises Verden anzutreten.
Pastor Fulko Steinhausen wurde am 17. Mai vom  Kirchenkreistag mit 56 von 64 Stimmen im ersten Wahlgang zum Superintendenten des Kirchenkreises  Verden gewählt.
Fulko Steinhausen war der einzige Kandidat für das Leitungsamt und konnte mit seinem Vortrag und seinen Gedanken über „Die Zukunft der Kirche in einer säkularisierten Welt“ das Gremium davon überzeugen, dass er der passende Nachfolger im Amt des Superintendenten für den Kirchenkreis ist.
Landessuperintendent Dr. Hans-Christian Brandy aus Stade gratuliert:  „Ich freue mich sehr über die überzeugende Vorstellung und den großen Vertrauensbeweis durch die Wahl.
Steinhausen hat in Bielefeld, Hamburg und Leipzig studiert. Nach seinem Vikariat in Peine arbeitete er drei Jahre als Personalreferent der Robert-Bosch-GmbH. „Ich wollte für mich klären, ob ich wirklich Pastor werden wollte. Nach einem Jahr wusste ich, dass ich ins Pfarramt wollte, ich brauche den Kontakt zu Menschen, bin neugierig auf sie und will sie an den wichtigen Scheidepunkten ihres Lebens begleiten. Auch heute bin ich immer noch mit Leib und Seele Pastor, es ist nach wie vor ein toller Beruf für mich.“
"Es war eine erfüllte Zeit, ich gehe mit großer Dankbarkeit. Die 15 Jahre in Hollenstedt habe ich im Schatzkästchen meines Lebens und darüber bin ich glücklich. Aber Verden ist genau die Herausforderung, die ich gebraucht habe", sagt Fulko Steinhausen über seinen neue Stelle. In Hollenstedt nahm er 2003 seine erste Pfarrstelle an. In seiner Amtszeit führte Steinhausen u.a. die „Auftakt“-Gottesdienste ein, die sehr erfolgreich in Hollenstedt laufen: „Wir haben gesellschaftlich-relevante Themen diskutiert, etwa die Ehe für alle, die Love Mobile oder das Bienensterben, und damit viele Menschen erreicht, die mit den normalen Gottesdiensten nicht viel anfangen können.“ Auch die Mahlzeit-Gottesdienste, die Tauffeste an der Este, die Oster-Gottesdienste oder die Himmelfahrtsgottesdienste mit der Nachbargemeinde Moisburg sind dank Fulko Steinhausen zu festen Terminen im Hollenstedter Kalender geworden. Mit viel Fundraising-Geschick trieb Steinhausen große Baumaßnahmen voran, von der Altar- bis zur Gemeindehausrenovierung. Er absolvierte zwei Zusatzausbildungen als Gottesdienstberater und als systemischer Seelsorger.
Nach dem Weggang von Pastor Olaf Koeritz übernahm Steinhausen zunehmend mehr Verwaltungstätigkeit, wurde Mitglied im Kirchenkreisvorstand. „Ich habe gemerkt, dass mir diese Arbeit liegt und ich gern auf Kirchenkreisebene mitgestalte.“ Er bewarb sich auf die Stelle des Superintendenten in Verden.
Pastor Dr. Florian Schneider, stellvertretender Superintendent des Kirchenkreises Hittfeld, wird Fulko Steinhausen am Sonntag, 5. August, um 15 Uhr in der Hollenstedter St. Andreaskirche entpflichten. Die offizielle Amtseinführung erfolgt dann am Sonntag, 16. September, um 15 Uhr im Dom zu Verden.