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Landkreis will 3,5 Millionen Euro in Schulsportanlagen investieren

Dringend sanierungsbedürftig: Die Tartanbahn der Schulsportstätte des Schulzentrums Tostedt
mi. Landkreis. Eine gute Nachricht für den Sport im Landkreis Harburg. Vieles spricht dafür, dass der Landkreis früher als bisher geplant mit der Sanierung von fünf Schulsportplätzen beginnen kann. Der Grund ist eine 3,5-Millionen-Euro-Finanzspritze vom Land Niedersachsen.
Es geht um die Anlagen an den Schulzentren in Tostedt, Salzhausen und Neu Wulmstorf sowie am Gymnasium am Kattenberge in Buchholz und der BBS Winsen.
Laut Investitionsplan des Kreises kosten die Sanierungen aller Objekte zusammen rund fünf Millionen Euro. Dabei schlägt Neu Wulmstorf mit 1,3 Millionen und Winsen mit 1,1 Millionen Euro zu Buche. Für Tostedt und Salzhausen sind jeweils 950.000 Euro prognostiziert. Die Sanierung der Sportanlage am Kattenberge soll 750.000 Euro kosten.
Eigentlich sollten die Maßnahmen schon längst abgeschlossen sein, wurden aber im Zuge der Flüchtlingskrise 2015 auf die Jahre 2021bis 2026 verschoben.
Im Kreisschulausschuss sagte Kreisrat Kai Uffelmann jetzt, es gebe gute Chancen, dass die Sanierungsmaßnahmen doch schon in 2018 beginnen könnten. Klappt das, rechne er mit einem Abschluss der Arbeiten Ende 2019.
Hintergrund ist, dass der Landkreis Harburg mit einem Zuschuss von 3,5 Millionen Euro vom Land Niedersachsen rechnet. Das Geld stammt aus einem rund 290 Millionen Euro umfassenden Zuschuss des Bundes, den Niedersachsen jetzt auf die Kommunen verteilt. Laut Uffelmann sei es dabei so gut wie sicher, dass der Landkreis die genannte Summe erhält. Der Zuschuss ist vorgesehen für Schulneubauten oder die Sanierung von Sportstätten. Investiert der Kreis das Geld komplett in die Sanierung der Sportanlagen werden - um alle Projekte abzuschließen - noch rund 1,5 Millionen Euro zusätzlich benötigt. Laut Medienberichten soll das fehlende Geld über einen Kredit finanziert werden.
Vorstellbar wäre auch eine freiwillige Beteiligung der Kommunen, die ebenfalls Gelder zwischen 570.000 (Buchholz) und 81.000 (Stelle) erhalten. Einzige Ausnahme sind Seevetal und Rosengarten. Die beiden Gemeinden sind nach Auffassung des Landes finanziell zu gut aufgestellt, als dass sie Zuschüssen bedürften. Ob sich die Kommunen allerdings tatsächlich an den Projekten des Kreises beteiligen, ist zweifelhaft. Schließlich ist die Unterhaltung und der Bau von Schulsportstätten an weiterführenden Schulen Landkreis-Sache.
Friedhelm Meyer, der für den Kreissportbund Harburg-Land als beratendes Mitglied im Schulausschuss sitzt, bezeichnet die Sanierungspläne des Kreises in jedem Fall als eine „Investition nicht nur in den Schulsport, sondern den Sport als Ganzes.“ Die Sportanlagen seien teilweise über 30 Jahre alt und dringend sanierungsbedürftig. Friedhelm Meyer: „Derzeit verfügen wir im gesamten Kreisgebiet über keinen Sportplatz, der den Anforderungen für die Austragung eines Sport-Großereignisses wie den Leichtathletik Bezirks- oder Landesmeisterschaften genügt.“ Laut Meyer wäre die Austragung eines solchen Sport-Events in Tostedt nach einer Sanierung gut möglich.