Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Mehr Fördergeld für den Bau von Sozialwohnungen

Investoren in Sozialen Wohnungsbau erhalten mehr Fördergelder vom Land (Foto: Foto: weseetheworld @fotolia)
(mi). Das dürfte sowohl Kritiker als auch Befürworter der Kommunalen Wohnungsbausgesellschaft im Landkreis Harburg interessieren: Das Land Niedersachsen verbessert die Fördermöglichkeiten für den Bau von Sozialwohnungen.
Wie Sozialministerin Cornelia Rundt mitteilte, erhalten Investoren auf ihre Förderdarlehen rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres einen Tilgungszuschuss von 15 Prozent. Außerdem erhöht das Land auch die Förderbeiträge. Künftig ist es demnach möglich, bis zu 75 Prozent, in Einzelfällen bis 85 Prozent, der Gesamtkosten eines Bauvorhabens über zinslose Darlehen zu finanzieren. Auch die Laufzeit der zinslosen Darlehen wurde auf 30 Jahre erhöht. Im Gegenzug erhöht sich aber auch die Sozialbindung der Wohnungen um die selbe Laufzeit. Insgesamt will Niedersachsen bis 2019 rund 800 Millionen Euro in den sozialen Wohnungsbau investieren. Wie eine Sprecherin des Ministeriums auf WOCHENBLATT-Nachfrage mitteilte, steht die Förderung jeder juristischen Person offen. Daher kämen „als Förderempfänger auch kommunale Wohnungsbaugesellschaften und kommunale Gebietskörperschaften in Betracht“, so die Sprecherin.
Die neue Fördermöglichkeit dürfte also für die im Landkreis Harburg geplante Kommunale Wohnungsbaugesellschaft grundsätzlich eine attraktive Option darstellen.
Wie berichtet, will man im Landkreis Harburg beim Wohnungsbau nicht nur auf die Privatwirtschaft setzen. Geplant ist stattdessen eine mit 45 Millionen Euro Steuergeld geförderte Kommunale Wohnungsbaugesellschaft. Ziel: Der Bau von bis zu 1.000 neuen Wohnungen im Kreisgebiet. Davon sollen 30 Prozent als Sozialwohnungen und der Rest als sogenannter geförderter Wohnraum (Quadratmeterpreis unter 8,50 Euro) einstehen. Kritiker befürchten allerdings die Schaffung eines teuren Bürokratiemonsters. Sie monieren: Der Kreis sollte besser die Rahmenbedingungen für Investoren verbessern anstatt die Privatwirtschaft durch eine steuerfinanzierte Konkurrenz weiter unter Druck zu setzen. Mit der Verbesserung der Fördermöglichkeiten trägt das Land auch dieser Kritik Rechnung.