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Mit Schildern gegen Verkehrsbelastung

So wie diese Familien wollen viele weitere Moisburger die Schilder aufstellen (Foto: Voth)
mi. Moisburg. „Fahre sinnig“ steht auf dem gelben Schild, darunter ist eine dicke, schwarze 30 gemalt. Die Bürgerinitiative „Verkehrsberuhigung in Moisburg“ will mit einer Schilder-Aktion auf den stetig wachsenden, belastenden Durchgangsverkehr aufmerksam machen.
Die Aufstellung der „Aufmerksamkeits-Schilder“ ist die erste Maßnahme der Bürgerinitiative gegen den immer schlimmer werdenden Verkehr durch den Ort. Neben dem „30-Schild“ gibt es noch drei weitere: Eines, das auf Verkehrslärm hinweist, eines, das auf Kinder aufmerksam machen soll und ein anderes, das auf die Erschütterungen durch die durchfahrenden Lkw hinweist.
Hintergrund: Nicht nur in Moisburg machen sich Bürger, die an einer Straße mit viel Lkw-Verkehr wohnen, Sorgen um ihre Häuser. Die Erschütterungen durch schwere Lkw sind gerade für ältere Gebäude schädlich. Die Folgen können Risse in den Wänden sein. Auf den Kosten für die Schadensbehebung bleiben die Eigentümer so gut wie immer sitzen, weil es regelmäßig unmöglich ist, einen konkreten Verursacher zu nennen. Der Gesetzgeber und die Behörden lassen die Betroffenen dabei im Stich: Immer schwerere Lkw und Traktoren werden zugelassen. Deren Auswirkung auf das Eigentum der Bürger interessiert dabei kaum.
Laut Anke Voth von der BI kommt die Schilder-Aktion sehr gut an. „Viele Bürger wagen es jetzt, mit so einem Schild auf sich und die Belastungen aufmerksam zu machen“. Vorbild der Aktion sind ähnliche Schilder, die von Bürgern in Finkenwerder und Jork aufgestellt worden.
Auch mit der Politik befinde sich die BI im regen Austausch, so Voth. Ein „Runder Tisch“ mit vier Bürgern und vier Ratsherren hat erste Ergebnisse gebracht. So gelte es zu klären, ob die Ortsschilder am Ortseingang versetzt werden könnten. Auch die Enge der Dorfstraße, die vor allem auch Radfahrer betreffe, die dort wegen eines zu schmalen Gehwegs auf der Straße fahren müssen, wurde diskutiert. Jetzt habe die Gemeinde, um nicht ins Blaue zu planen, Experten hinzugezogen, um die Vorschläge zu prüfen.