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Nickel im Boden: Bolzplatz in Hollenstedt bleibt gesperrt - Untersuchungen noch nicht abgeschlossen

Der Spielplatz in Rahmstorf wurde wegen Giftstoffen im Boden vergangenes Jahr gesperrt
mi. Regesbostel. Welche Ausmaße hat die ehemalige Müllkippe unter dem heutigen Kinderspielplatz in Rahmstorf? Gehen von dort Gefahren für das Grundwasser aus? Das prüft derzeit der Landkreis Harburg. Die Untersuchungen dauern laut Kreissprecher Bernhard Frosdorfer noch an.
Rückblick: Recherchen des WOCHENBLATT hatten im vergangenen Oktober eine jahrzehntelang vertuschte Altlast unter einem Kinderspielplatz in Rahmstorf, einem Ortsteil der Gemeinde Regebostel, aufgedeckt. Bodenproben, die der Landkreis Harburg daraufhin entnehmen ließ, wiesen deutlich erhöhte Werte für Schwermetallbelastung - vereinzelt sogar an der Oberfläche - auf. Der Spielplatz wurde daraufhin gesperrt. Die Sperrung werde bis auf Weiteres andauern, erklärte jetzt Kreissprecher Frosdorfer. Derzeit betreibe der Landkreis intensive historische Recherchen zur Geschichte der Deponie. Eine Firma suche und bewerte im Auftrag des Landkreises noch vorhandene Akten und führe Befragungen durch, um so Rückschlüsse auf Ausmaß und Gefahrenpotenzial vornehmen zu können.
Erst wenn diese Recherchen abgeschlossen seien, könne man auf Basis der ermittelten Daten entscheiden wie mit der Altlast verfahren werden soll.
Hintergrund: Für die Überwachung und Sanierung ehemaliger Mülldeponien, sogenannter Altlasten, ist der Landkreis Harburg zuständig. Um möglichst alle Altlasten im Kreisgebiet erfassen zu können, hatte der Kreis in der Vergangenheit umfangreiche Befragungen in den Gemeindeverwaltungen vorgenommen. Die Altlast in Rahmstorf wurde damals allerdings nach Kreisangaben von der Gemeinde Regesbostel nicht mitgeteilt. Warum? Auch das sollte eine Frage bei der jetzt laufenden Untersuchung sein.