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Noch ein Baugebiet in der Gemeinde Hollenstedt

Hier (rote Markierung) soll das Baugebiet entstehen (Foto: google maps/mi)
mi. Hollenstedt. Die Gemeinde Hollenstedt erhält aller Wahrscheinlichkeit nach ein weiteres Baugebiet. Der Bauausschuss votierte jetzt mehrheitlich dafür, am Hofstedter Berg ein weiters Areal für die Wohnbebauung auszuweisen.
Am Hofstedter Berg soll an der Bergstraße am westlichen Ortsrand auf 3,4 Hektar ein neues Baugebiet entstehen. Laut Planer Karsten Schwormstede könnten hier rund 30 neue Baugrundstücke realisiert werden. Die Erschließung müsse allerdings über die Bergstraße erfolgen. Denn obwohl das neue Baugebiet im Norden an die Kreisstraße 16 (Hauptstraße) grenze, sei es sehr unwahrscheinlich, dass der Landkreis einer Zufahrt über die Kreisstraße zustimme. Hier soll allerdings ein Fuß/Radweg für eine direkte Anbindung an den dortigen Kreisverkehr sorgen. Komplett reibungslos lief die Debatte um das neue Baugebiet allerdings nicht. „Ich bin überrascht, dass wir schon wieder ein Baugebiet ausweisen, wir sollten uns mal fragen, wo wir mit der Gemeindeentwicklung hin wollen. Immer nur Wachstum, Wachstum das funktioniert nicht, nicht global und auch nicht bei uns“, kritisierte Bernd Perlowski (Wählergemeinschaft). Noch schärfere Kritik äußerte Ruth Alpers (Grüne): „Niemand fragt sich, wie viel Entwicklung ist gesund, wir sanieren unseren Haushalt über Baugebiete, gleichzeitig belasten wir die Samtgemeinde, sie muss immer neue Kindergärten für immer mehr Bürger bauen.“ Dem widersprach nicht nur Bürgermeister Jürgen Böhme (CDU), der erklärte: „Wir haben über 50 Anfragen nach Bauplätzen, wir wollen auch unserer Jugend die Möglichkeit geben, hier zu wohnen, sonst ziehen die jungen Leute nämlich weg.“ Letztlich entschied sich der Ausschuss - bei der Enthaltung von Bernd Perlowski und gegen die Stimme von Ruth Alpers - das neue Baugebiet an den Rat zu empfehlen. Realistisches Datum für den ersten Spatenstich ist laut Planer Schwormstede aber erst 2019.