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Samtgemeinde Hollenstedt treibt Krippenbau voran

bim. Hollenstedt. Verwaltung und Politik in Hollenstedt beweisen gerade, wie schnell Entscheidungen getroffen und umgesetzt werden können, wenn die Situation es erfordert. Denn umgehend müssen Krippenplätze geschaffen werden, da 26 Plätze fehlen (das WOCHENBLATT berichtete). Der Jugend- und Sozialausschuss empfahl jetzt, zehn Krippenplätze in den Räumen des ehemaligen Spielkreises im Dorfgemeinschaftshaus Regesbostel einzurichten. Sollte das DRK mit der Personalsuche erfolgreich sein, könnten die Plätze zum 1. August zur Verfügung stehen.
Regesbostels Bürgermeister Kay Wichmann hatte diese Möglichkeit angeboten. Der entsprechende Ratsbeschluss soll in der Gemeinderatssitzung am morgigen Donnerstag eingeholt werden. Die Kosten von rund 46.000 Euro für Inventar, einige kleinere Umbaumaßnahmen und Personal sollen von der Samtgemeinde außerplanmäßig bereit gestellt werden.
Hintergründe der Krippenmisere in der Samtgemeinde Hollenstedt sind neben den ausgewiesenen Neubaugebieten auch der Wegfall des Betreuungsgeldes und von Tagespflegestellen. Statt der vom Landkreis genannten 32 gibt nur noch 23 Plätze in der Kindertagespflege , die ausgebucht sind.
Um zeitnah und dauerhaft 30 Krippenplätze in zwei Gruppen zu schaffen, wurden die vorübergehende Anmietung einer Container-Anlage und der Neubau einer Krippe neben der bestehenden Krippe auf dem Grundstück "Achtern Schünen" sowie der Bau einer Modul-Anlage diskutiert.
Der Massivbau würde rund 690.000 Euro kosten, zuzüglich 120.000 Euro für die Container-Anmietung, Planung und Bau würden zirka eineinhalb Jahre dauern. Der Modulbau würde 641.000 Euro kosten und könnte in rund sechs Monaten realisiert werden.
Für einen Neubau sind Zuschüsse vom Landkreis von 45.000 Euro zu erwarten. Eine Landesförderung steht wohl nicht in Aussicht. Entsprechende Anträge hätten bis Ende März gestellt werden müssen. Auch seien die Mittel des entsprechenden Programms, das bis Ende 2017 aufgelegt war, bereits erschöpft, informierte Samtgemeinde-Bürgermeister Heiner Albers. Unterstützung kommt aber von der Gemeinde Hollenstedt: Bürgermeister Jürgen Böhme stellte einen Zuschuss von 200.000 Euro in Aussicht.
Um den Krippenbau schnellstmöglich auf den Weg zu bringen, sollen Bau- und Finanzausschuss im August und September tagen. Dann könnte der Samtgemeinderat am 27. September darüber entscheiden.
Auch bei den Betreuungszeiten gibt es Bemühungen, den Bedürfnissen der Eltern besser gerecht zu werden. So sollen zwei Gruppen für je zehn Kinder mit flexiblen Betreuungszeiten eingerichtet werden, zunächst an den Kindergärten in Hollenstedt und Regesbostel. Sollte weiterer Bedarf bestehen, könnten zusätzliche Gruppen folgen. Das soll in einer Elternbefragung ermittelt werden, die noch in dieser Woche starten soll.