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Schulsozialarbeit am Ende?

Fachausschuss plant nur vorsorglich Mittel bis 2016 ein

gb. Hollenstedt. Wie geht es weiter mit der Schulsozialarbeit? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Schulausschuss der Samtgemeinde Hollenstedt in seiner jüngsten Sitzung. Hintergrund ist die unsichere Finanzierung des Projektes, das offiziell zum Jahresende ausläuft. Von den eigentlich zwei in der Samtgemeinde dafür vorgesehenen Halbtagsstellen ist derzeit ohnehin nur die an der Grundschule in Moisburg besetzt. Doch auch deren Zukunft ist ungewiss. Die Ursache dafür liegt in einer Anschubfinanzierung durch die Landesregierung in Hannover. Die läuft allerdings zum 31. Dezember aus. „Das Land zieht sich hier aus der Verantwortung, was für den betroffenen Personenkreis, vor allem aber für Kinder, die im Rahmen der Inklusion beschult werden, ganz arg ist“, sagt Samtgemeindebürgermeister Heiner Albers. Den Vorschlag der Kreisverwaltung, dass der Landkreis Harburg und die Kommunen in die Bresche springen, und sich die anfallenden Kosten teilen, lehnte der Kreistag ab. Er stimmte lediglich einer Übernahme der Finanzierung des Projektes bis zum Sommer 2015 zu. Derweil hofft man in Hollenstedt auf einen Sinneswandel in Hannover. „Wer wie die rot-grüne Landesregierung die Inklusion bestellt, muss auch die Zeche dafür zahlen“, sagt Heiner Albers. Ob ein entsprechender Brief aus der Hollenstedter Verwaltung in der Landehauptstadt zu einem Umdenken führt, bleibt abzuwarten. Sollte das nicht der Fall sein, bleibt die Hoffnung auf eine Fortführung der Finanzierung, wie sie in Winsen beschlossen wurde. In Hollenstedt sprach sich der Schulausschuss vorsorglich dafür aus, entsprechende Mittel dafür bis 2016 in den Haushalt aufzunehmen.