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Von Drestedt ins Dreibett-Zimmer - 17 Flüchtlinge wurden umverteilt

bim. Drestedt. "Die Flüchtlingsunterkunft in Drestedt wird Knall auf Fall aufgelöst. Die verbliebenen 17 Bewohner haben erst vor zwei Wochen davon erfahren, dass sie auf andere Unterkünfte verteilt werden", rief jüngst ein Flüchtlingsunterstützer aus Drestedt empört beim WOCHENBLATT an. "Das, was gerade zusammengewachsen ist, wird auseinander gerissen, Erfolge der vergangenen eineinhalb Jahre zunichte gemacht", klagte er.
Der Landkreis Harburg begründet die Auflösung der Drestedter Flüchtlingsunterkunft damit, die Platzkapazitäten in vorhandenen Flüchtlingsunterkünften effizienter zu nutzen und damit laufende Betriebskosten zu reduzieren. "Dabei wurden die Bedürfnisse der betroffenen Bewohner - soweit möglich - mit berücksichtigt, etwa hinsichtlich laufender Sprachkurse, Praktika oder Ausbildung, Verkehrsanbindung und Einkaufsmöglichkeiten vor Ort etc.", erläutert Kreissprecher Johannes Freudewald.
Kreismitarbeiter der Abteilung Migration hätten im Vorfeld des Umzugs Mitte August gemeinsam mit Dolmetschern, Heimleiter und Sozialarbeiter des Betreibers Human Care die Flüchtlinge über den Zeit- und Umzugsplan informiert und Fragen dazu beantwortet. "Für fast alle Flüchtlinge ist eine Verbesserung der Unterkunftssituation insofern eingetreten, als sie nun dichter an Arbeitsstätten und Sprachkursträgern leben", berichtet Freudewald.
Die meisten Bewohner der Drestedter Unterkunft seien in Unterkünfte in Buchholz umgesiedelt worden, da dieser Standort deutlich verkehrsgünstiger liege als Drestedt. "In der Regel sind die Flüchtlinge dort in Dreibettzimmern untergebracht. Diese Belegung entspricht dem durch die Kreispolitik beschlossenen Standard, von dem nur in begründeten Ausnahmefällen abgewichen werden kann", so Freudewald weiter.