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Wie kommt man zu einem neuen Rathaus?

Bodo Ihlenburg (li.) und Peter Meyer stellten das Konzept PPP vor

Finanzausschuss beschäftigte sich mit Public Private Partnership

gb. Moisburg/Hollenstedt. Wie kommt die Samtgemeinde Hollenstedt zu einem neuen Rathaus? Und das ohne den finanziellen Handlungsspielraum zu stark einzuschränken. Mit dieser strategischen Frage, aber auch damit, wie Kindertagesstätten und Feuerwehrhäuser künftig realisiert werden können, beschäftigte sich der Finanzausschuss im Feuerwehrhaus Moisburg. Einen möglichen Weg dahin zeigten Bodo Ihlenburg, Direktor der Sparkasse Harburg-Buxtehude und sein Kollege Peter Meyer, Leiter Kompetenz Center Unternehmenskunden, auf. Sie stellten das Konzept des Public Private Partnership (PPP) vor. Dabei handelt es per Definition um eine „langfristig vertraglich geregelte Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft mit geteilten Risiken.“ Die Modellvarianten sind, weil individuell verhandelbar, nahezu unbegrenzt. Im Landkreis Harburg hat PPP längst Einzug gehalten. Große Bauvorhaben wie das Albert-Einstein-Gymnasium und die Erweiterung der Beruflichen Schulen in Buchholz, aber auch der Ausbau der A1 wurden auf diese Weise realisiert.
Als Vorteil von PPP nannte Bode Ihlenburg, dass es sich dabei um „ein ganzheitlich geplantes Projekt, das effizient, schnell und kosten- und rechtssicher unter Ausnutzung von Managementressourcen eines Generalunternehmers umgesetzt wird.“ Die Nachteile liegen einer komplexen Struktur, höheren Margen als bei einer reinen Kommunalfinanzierung, und darin, das der preislich „untere Rand“ bei einer Investitionssumme von zwei Millionen Euro liegt. Im Procedere erstellen Profis ein Pflichtenheft mit allen Eckdaten für das umzusetzende Bauvorhaben. Auf diese Ausschreibung bieten dann Konsortien ihre in Preis und Ausgestaltung unterschiedlichen Varianten an. Das Kosten- und Terminrisiko liegt beim Auftragnehmer. Die Sparkasse tritt dabei als Finanzierer des Projektes auf.
Ob PPP ein gangbarer Weg zum neuen Rathaus ist, wurde im Finanzausschuss nicht entschieden. Die in der Sitzung gewonnenen Erkenntnisse seien, so fasste Samtgemeindebürgermeister Heiner Albers zusammen, „ein weiterer Baustein dafür, eine richtige Entscheidung im Hinblick auf ein abgängiges Rathaus zu treffen.“