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TuS Jahn steht vor einem großen Umbruch

Ein komplettes Team, das sich vom TuS Jahn Hollenstedt verabschiedet hat (v.l.): Kathleen Detje, Dina Bergmane-Versakova, Kerstin Wittig, Jenni Teipelke, Julia Lupke, Marie Kaiser, Luisa Gyszas, Dorit Schwanke und Trainer Lars Dam¬mann (vorn)

HANDBALL: Nach dem Abstieg aus der 3. Liga Nord gab es in Hollenstedt acht Abgänge und einen neuen Trainer

(cc). Im Vorjahr noch der Aufstieg in die 3. Handball-Liga Nord – jetzt der Umbruch. Acht Spielerinnen und auch der Trainer verlassen nach dem Abstieg den TuS Jahn Hollenstedt. Dem Verein droht, kommende Saison ohne Titel zu bleiben. Und was sagt der neue Trainer Arne Schneider (29): „Ich werde in keine Fahrstuhl-Mannschaft steigen. Bis zur Vorbereitung für die neue Oberliga-Saison rechne ich mit 14 Spielerinnen im neuen Kader.“
Nach dem letzten Spiel der Drittliga-Saison und der 17:36-Niederlage gegen die Zweite des Buxtehuder SV (das WOCHENBLATT berichtete) dankte Frank Ottens vom TuS Jahn dem scheidenden Trainer Lars Dammann für seine Arbeit, der in Zukunft als Nachwuchskoordinator beim BSV eine neue Herausforderung sucht. Mit ihm werden acht Handballerinnen des TuS Jahn Hollenstedt aus unterschiedlichen Gründen den Verein verlassen, die mit Blumen und Geschenken an diesem Spieltag verabschiedet wurden. Das sind Kathleen Detje, Dina Bergmane-Versakova, Kerstin Wittig, Jenni Teipelke, Julia Lupke, Marie Kaiser, Luisa Gyszas und Dorit Schwanke. Die torgefährliche Dina Bergmane-Versakova wird dem TuS Jahn auch in der Oberliga fehlen. Sie will ihrem Mann Maris folgen, der einen Vereinswechsel in die 2. Bundesliga plant. Für die beiden Neuzugänge der vergangenen Saison, Julia Lupke und Marie Kaiser, ist bereits klar, dass sie sich dem VfL Stade anschließen werden.
Der TuS Jahn wird in der kommenden Saison eine andere Mannschaft sein. Jünger, unerfahrener, und auch etwas schwächer. „Aber wieder mit Spaß Handball spielen“, betont der neue Coach, der allerdings noch über keine Namen der ausaussichtlichten Neuzugänge sprechen möchte.
Am 22. Juli geht Arne Schneider mit seiner neu formierten Mannschaft in die Vorbereitung. „Da wird zuerst die Grundkondition trainiert“, sagt der Trainer. „Wenn wir uns schnell als Mannschaft finden, können wir durchaus in der Oberliga oben mitspielen“, hofft Schneider mit Blick auf die neue Spielzeit.
„Es ist mir nur noch das Grundgerüst gelieben“, stöhnt der neue Coach. Denn sein größtes Problem ist nicht die Tatsache, dass acht Spielerinnen gehen, sondern dass sie jetzt alle auf einmal gehen. Er muss auch in der Abwehr aufbauen. Denn momentan steht er noch ohne Torhüterin da. Kann das alles klappen? Arne Schneider verweist bei dieser Frage gerne auf Mitte 2016, wenn er erstmals die neue Mannschaft beim Training gesehen hat. Wie lange die neuen Spielerinnen brauchen, um auf das Niveau der im verbliebenen Erfahrenen zu kommen, kann er natürlich heute nicht sagen. „Das ist die spannende und zugleich schwierige Aufgabe, die mich in den nächsten Wochen in Hollenstedt erwartet“, sagt Schneider. Wird ihm auch die notwendige Zeit für diesen Prozess von den TuS Jahn-Fans gegeben, die in dieser Phase Geduld haben sollen.