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Alte Armaturen können Blei enthalten

v.li.: Andreas Baier, Uwe Kluth, Norbert Raida und Volker Schnittger

Fachthemen prägten Innungsversammlung Heizung, Sanitär- und Klimatechnik

gb. Seevetal. Eine positive Bilanz der Branche zog die Innung Sanitär-, Heizungs-, und Klimatechnik (SHK). Sie tagte in Anwesenheit des Geschäftsführers der Kreishandwerkerschaft, Andreas Baier, im Seevetaler Hotel „Zur Linde“. Breiteren Raum nahm dabei die zum Jahresbeginn in Kraft getretene neue Trinkwasserverordnung ein. Sie regelt die Verminderung des Bleigehalts im Trinkwasser auf einen minimalen Wert. „Da viel mit Legierungen in Armaturen gearbeitet wird, kann sich darin auch noch Blei befinden“, sagt Uwe Kluth. Deshalb empfiehlt der Obermeister darauf zu achten, nur noch entsprechend zugelassene Armaturen einzukaufen und einzubauen. Doch auch durch in Rohren stehenden Wasser kann Blei in das Trinkwasser gelangen. Deshalb raten die Fachleute vor der Trinkwasserentnahme zunächst das Wasser laufen zu lassen, bis es ganz kalt oder warm aus dem Hahn kommt. Ein weiteres Augenmerk galt dem Energiesparen. Das kann sich doppelt lohnen. Denn der Einbau energiesparender Heizungsumwälzpumpen wird durch den Landkreis Harburg gefördert. Satte 340.000 Euro flossen bisher dafür an Zuschüssen.

Dass im letzten Jahr deutlich mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen wurden als in den Vorjahren, bezeichnet der stellvertretende Obermeister Norbert Raida als „eine Entwicklung über die wir wirklich froh sind.“ So stieg die Zahl der Berufseinsteiger sprunghaft von bisher rund 20 auf aktuell 36 an. Gute Nachrichten kamen auch aus Brüssel. Hier hat die EU den Radius für Betriebsstandorte von 50 auf 100 Kilometer vergrößert. Damit besteht die Pflicht zur Nutzung digitaler Tachoscheiben für Fahrzeuge mit bis zu 7,5 Tonnen erst ab der neuen Grenze. Auch konnte die Ausweitung der Tachopflicht für Fahrzeuge zwischen 2,8 und 3,5 Tonnen verhindert werden. „Darauf hatte die Vertretung des Handwerks entscheidenden Einfluss“, sagt Uwe Kluth.

Über aktuelle Seminare sowie Schwerpunkte in der Aus- und Weiterbildung informierte Heike Hartwig, Referentin vom niedersächsischen SHK-Fachverband. Wertvolle neue Informationen erhielt die Versammlung auch von Volker Schnittger, dem Fachgruppenleiter Heizung.

Dem interessierten Publikum legt die Innung noch einen besonderen Termin ans Herz: Vom 20. bis 22. November findet im Hamburger CCH die GET-Nord statt. Dabei handelt es sich um eine viel beachtete Fachmesse für Sanitär, Heizung, Bad und Elektro.