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Ein Handwerk mit gleichbleibend guter Entwicklung

Lehrlingswart Maik Wentzien, seine Stellvertreterin Susanne Löhn und Obermeister Amin Wilke (v.li.)

Maler- und Lackierer-Innung beklagt jedoch die schlechte Nachwuchssituation

gb. Nenndorf. „Unser Handwerk erfreut sich einer gleichbleibend guten Entwicklung.“ Das sagte Armin Wilke, Obermeister der Maler- und Lackierer-Innung auf deren Frühjahrsversammlung im Nenndorfer Hotel Rosenhof. Als gleichbleibend schlecht werten die 51 Innungsmitglieder hingegen die Nachwuchssituation. Derzeit befinden sich bei den Bauten- und Objektbeschichtern im ersten Lehrjahr drei, im zweiten Lehrjahr vier und im dritten Lehrjahr kein Auszubildender. Bei den Malern und Lackierern sind es im ersten Lehrjahr fünf, im zweiten Lehrjahr 14 und im dritten Lehrjahr acht Auszubildende. In der Sparte Fahrzeuglackierer sind es im ersten Lehrjahr fünf, im zweiten drei und im dritten Lehrjahr vier Auszubildende. Die feierliche Freisprechung soll deshalb künftig statt zwei Mal nur ein Mal jährlich durchgeführt werden. Eine gemeinsame Freisprechung mit anderen Gewerken wird zudem erwogen. Die Nachwuchssorgen scheinen sich bisher auch nicht durch Flüchtlinge beheben zu lassen. Die zunächst als Praktikanten eingestellte Flüchtlinge erwiesen sich zwar als motiviert und fleißig, jedoch haperte es massiv an deren Sprachkenntnissen.
Auf einen möglichen Wandel des Mängelgewährleistungsrechts wies der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft des Kreises Harburg, Andreas Baier, hin. Nach seinen Worten plane die Politik noch in dieser Legislaturperiode die Handwerker diesbezüglich zu entlasten, und dafür nach dem Verursacherprinzip auch die Lieferanten in die Pflicht zu nehmen.
In dem Fachvortrag von Stefan Marckwardt drehte sich alles um Design-Beläge. Der Vertreter der Kasseler Firma Jordan erläuterte den Innungsmitgliedern die Vor- und Nachteile beim Verkleben, Verklicken oder dem Einsatz von selbstliegendem Material. Dieses Thema näherte sich auch der mit breiter Zustimmung beantworteten Frage, ob künftig Bodenleger in die Maler- und Lackierer-Innung aufgenommen werden sollen. Die entsprechende Satzungsänderung soll durch die Kreishandwerkerschaft vorbereitet, und in der Herbstversammlung beschlossen werden. Mit Interesse blicken die Maler und Lackierer auf die am 4. und 5. Juni in Winsen stattfindende Energiesparmesse. Hier erwartet man insbesondere im Bereich Dämmung neue Impulse.