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Tischler sind optimistisch

Die Gastgeber Björn und Dieter Gobat (1. und 2. v. li.) mit Obermeister Jörg Wiele (re.) und seinem Stellvertreter Lars Versemann (2. v. re.)

Innungs-Versammlung sprach sich gegen Abschaffung der Meisterpflicht aus

gb. Kakenstorf. Optimistisch blickt das Tischlerhandwerk in die Zukunft. Das wurde auf der Frühjahrsversammlung der Tischler-Innung des Kreises Harburg deutlich, die in der Kakenstorfer Tischlerei Gobat stattgefunden hat.  "Die Konjunkturlage lässt höhere Erwartungen zu als im Vorjahr. Zur positiven Auslastung der Betriebe trägt auch der milde Winter bei, der einen früheren Beginn der Bautätigkeit zugelassen hat", sagte Obermeister Jörg Wiele. Sorge hingegen bereitet der Branche die Diskussion um die Abschaffung der Meisterpflicht im Handwerk. "Wir sind gegen die Abschaffung der Meisterpflicht", sagte Jörg Wiele. Denn, "nicht jeder, der einen Gewerbeschein in der Tasche hat, soll unser Handwerk ausüben dürfen, und dann Arbeiten abliefern, mit denen der Kunde nicht zufrieden ist",  so der Obermeister weiter.

Der von ihm vertretenen Tischler-Innung gehören derzeit 49 Mitglieder an. Dieser Kreis erweitert sich noch um acht Gast- und fünf Ehrenmitglieder. Die kreisweiten Innungsbetriebe bilden aktuell acht Lehrlinge im ersten Lehrjahr, 25 im zweiten Lehrjahr, sowie 22 im dritten Lehrjahr aus. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die dreijährige Ausbildung nur für Absolventen des Berufsbildungswerkes INAB vorgesehen ist. Spezielle Kenntnisse wurden 17 Auszubildenden aller drei Lehrjahre in einem Seminar der Lüneburger Firma "Dextüra" vermittelt. In zwei Blöcken erlernten sie besondere Kniffe und Tricks beim Zusammenbau und der Montage von Innentüren. Wissenswerte Informationen gab es auf der Innungsversammlung auch für die Meister ihres Faches. Sie sollten nämlich den Auslauf der Frist für die Erneuerung von Feststoffheizanlagen für Betriebe zum Jahresende 2014 im Auge behalten. "Wer noch Investitionen anstehen hat, sollte sie in diesem Bereich tätigen", riet Jörg Wiele seinen Kollegen. Denn mit Beginn des Jahres 2015 gelten verschärfte Staubgasmesswerte bei der Restholzverfeuerung.
Dem wichtigen Thema Arbeitssicherheitsgesetz und Gefährdungsbeurteilungen widmete sich Michael Degenhardt von Berufsgenossenschaft Holz und Metall. Einen größeren Raum nahmen dabei die Gefährdungen durch Holzstäube, Lärm, und Gefahrstoffe wie Farben und Lacke ein. Michael Degenhardt sensibilisierte die Versammlungsteilnehmer außerdem dahingehend, eine Gefährdungsbeurteilung ihres Betriebes vorzunehmen.