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Auseinandersetzungen halten Polizei und Rettungskräfte in Atem

Rund 80 Polizei-, Feuerwehr- und Rettungskräfte kamen in Stade zum Einsatz (Foto: Polizei Stade)
ab. Stade/Horneburg. Zwei Auseinandersetzungen in Stade und Horneburg sorgten am Samstagabend für den Einsatz von vielen Polizisten und Rettungskräften.

Gegen 21.15 Uhr gingen in Stade mehr als 20 Notrufe aus dem Bereich Grünendeicher Straße bei der Polizei ein. Hintergrund war eine körperliche Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen im Altländer Viertel. Eine ca. 15 Personen großen Gruppe feierte lautstark auf der Grünfläche in der Grünendeicher Straße. Hier kam es bereits zu Beschwerden von Anwohnern. Eine zweite, ca. 50 Personen starke Gruppe traf auf die Feiernden. Im Laufe eines Streitgespräches setzte ein 18-jähriger Beschuldigter Pfefferspray ein. Die Feiernden flüchteten, es flogen Stühle, Flaschen und Ähnliches und beschädigte Scheiben.

Das versprühte Pfefferspray verbreitete sich durch offen stehende Fenster in die angrenzenden Wohnungen. Durch das Reizgas wurden 14 Personen, darunter auch Kinder und Schwangere, verletzt. Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle löste einen "Massenanfall von Verletzten" aus, wodurch insgesamt ca. 80 Einsatzkräfte von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei zum Einsatz kamen. Zwei Beschuldigte mussten sich einer Blutprobe unterziehen. Der Haupttäter wurde in den Stader Polizeigewahrsam eingeliefert.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen 0.48 Uhr meldeten mehrere Anrufer der Polizei eine körperliche Auseinandersetzung zwischen 20-25 Personen am Bahnhof Horneburg im dortigen Cafe Central.

Als die Polizei aus Buxtehude und Stade dort eintraf, hatte sich die Lage wieder beruhigt. Drei Personen hatten bei der Auseinandersetzung leichte Verletzungen erlitten. Da bei der Meldung von einer deutlichen höheren Zahl von Betroffenen ausgegangen werden musste, wurde auch hier der "Massenanfall von Verletzten" ausgelöst und es kamen insgesamt ca. 40 Polizei-, Rettungsdienst- und Feuerwehrkräfte zum Einsatz.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen ist eine Gruppe von fünf bis sechs Personen in den Außenbereich der Bar gestürmt und hatten angefangen, auf Gäste einzuprügeln. Die Täter konnten flüchten, einer von ihnen wurde in der Zwischenzeit identifiziert. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung dauern an.