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Ärger mit Vodafone: Wurde Asylbewerber Ahmed absichtlich getäuscht?

Die Aussicht auf ein neues Smartphone und einen günstigen Vertrag klang für Ahmed verlockend. Doch jetzt zahlt der für Asylbewerber deutlich mehr als gedacht
lt. Bliedersdorf. Das Angebot klang verlockend: Für nur 20 Euro im Monat mit dem Handy in alle Netze telefonieren und im Internet surfen sowie obendrauf ein nagelneues Smartphone für einmalig nur 9,95 Euro. Doch als Ahmed* (24) die erste Rechnung bekam, fiel er aus allen Wolken. Der Mobilfunkanbieter Vodafone zieht statt 20 Euro nun 69,99 Euro ein.
Besonders tragisch: Ahmed ist Asylbewerber und verfügt monatlich gerade einmal über rund 330 Euro. Dass er 50 Euro mehr als gedacht für sein Handy zahlen muss, ist für ihn eine Katastrophe.
In seiner Not wandte sich der Mann aus dem afrikanischen Somalia, der in Bliedersdorf auf seine Anerkennung hofft, an Ralf Poppe. Der Grünen-Politiker aus Harsefeld bietet eine ehrenamtliche Sprechstunde für Asylbewerber an und versucht jetzt, den Vodafone-Vertrag von Ahmed zu annullieren. Inzwischen hat Poppe auch einen Rechtsanwalt eingeschaltet.
Vodafone bestehe auf der 24-monatigen Laufzeit des Vertrages und habe lediglich einen monatlichen Rabatt von 10 Euro angeboten, so Poppe.
Er ist überzeugt, dass der Vertrag auf "betrügerische Weise" zustande gekommen ist. Weil Ahmed sich in Deutschland noch nicht gut auskenne und die Sprache nicht beherrsche, sei der Asylbewerber offenbar absichtlich von dem Mobilfunk-Verkäufer getäuscht worden, so Poppe.
Dabei hätte auf den Vertrag durchaus auch jeder andere herein fallen können, ist sich der Grünen-Politiker sicher. Er wird sich weiter dafür einsetzen, dass Ahmed sein Geld wiederbekommt. Das neue Smartphone benutzt der Asylbewerber inzwischen nicht mehr.

* Name der Redaktion bekannt

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