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Bau der provisorischen Tennet-Stromtrasse geht voran

Einige der Masten müssen besonders niedrig sein, um unter einer 110-Kilovolt-Stromtrasse durchzuführen
am. Agathenburg / Hollern-Twielenfleth. Der Netzbetreiber Tennet will neue, stärkere Masten auf der 380-Kilovolt-Stromtrasse errichten, die von Dollern über die Elbkreuzung II bei Lühesand bis zum Umspannwerk Hamburg Nord in Schleswig-Holstein führt. Künftig sollen vier statt zwei Systeme Richtung Norden führen (das WOCHENBLATT berichtete). Dazu muss er zunächst eine provisorische Trasse von Agathenburg bis Steinkirchen bauen, die für die Übergangszeit die Windenergie aus Schleswig-Holstein führt. Schritt für Schritt wachsen jetzt die ersten der insgesamt 16 Übergangsmasten in die Höhe.
Bis Februar nächsten Jahres soll das Provisorium stehen. Dann soll umgespannt werden. Wie schnell die Bauarbeiter vorankommen hängt auch vom Wetter ab. Denn, wenn die Masten vereist und glatt sind, kann nicht gearbeitet werden. "Momentan läuft aber alles nach Plan", sagt Tennet-Bürgerreferent John Karl Herrmann. "Wir haben in Agathenburg schon fast fertig beseilte Masten und in Steinkirchen finden gerade die Gründungsarbeiten statt." Da die Provisorien nur einige Monate stehen werden, sind sie anders als die richtigen Masten nicht beschichtet. Aus diesem Grund sind sie bereits jetzt mit Rost angelaufen. Dies stelle aber keinerlei Gefahr da, so Herrmann.
Um einen Masten zu errichten, werden zunächst Rohre in den Boden gerammt. Bis zu 32 Meter müssen die Arbeiter hier in die Tiefe gehen, um festen Boden zu erreichen. In der Nähe von Häusern wird aus Rücksicht gebohrt und nicht gerammt. Danach werden vor Ort die einzelnen Eisenwinkel nach einer Zeichnung zu größeren Teilen der Masten zusammengesetzt. Der Fuß wird mit Asphalt in den Rohren verankert. Dann werden weitere Teile gestockt, also Stück für Stück mit einem Kran aufgesetzt. Zum Schluss kommen die 33 Millimeter starken Seile. "Sie bestehen aus einem Stahlkern für die Stabilität und einem Aluminiummantel, der als Leiter dient", sagt Klaus Schlichting von der Bauaufsicht.
Schaut man in Agathenburg auf die Baustelle, sieht man ein Gewirr aus alten und neuen Masten. "Die Situation hier vor Ort ist komplex", sagt Herrmann. Denn die Tennet-Stromtrasse kreuzt eine andere 110-Kilovolt-Leitung. Das bedeutet, dass das Provisorium unter dieser hindurchgebaut werden muss. Zudem hat sich Tennet für ein aufwendigeres System der Übergangsstromtrasse entschieden, das wenig Platz benötigt. Dies sei vor allem im Alten Land, wo mitten in den Obstplantagen gebaut wird, wichtig, so Herrmann.
Mitte des Jahres 2018 soll der Bau der richtigen Stromtrasse beendet sein. Dann haben die Provisorien ausgedient und werden wieder abgebaut.
• Der Bürgerreferent John Karl Herrmann ist für Fragen unter Tel. 0431 - 78028155 oder per E-Mail an johnkarl.Herrmann@tennet.eu erreichbar.