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Bürgermeister aus Horneburg und dem Alten Land reagieren auf Grünen-Kritik am Leader-Prozess

"Der Leader-Prozess war immer transparent und hat unsere Kommunen zusammengeführt", sagen die Bürgermeister Hans Jarck (Samtgemeinde Lühe), Gerhard Froelian (Samtgemeinde Horneburg) und Gerd Hubert (Gemeinde Jork)
lt. Horneburg/Altes Land. Empört und mit Unverständnis reagieren die Samtgemeindebürgermeister Gerhard Froelian (Horneburg) und Hans Jarck (Lühe) sowie Bürgermeister Gerd Hubert (Gemeinde Jork) jetzt auf Kritik, die von den Jorker Grünen am bisherigen Verlauf des Leader-Prozesses geäußert wurde.
In einem Antrag an den Jorker Verwaltungsausschuss fordert Grünen-Ratsherr Harm-Paul Schorpp, dass die Entscheidung über die Fortsetzung des Leader-Prozesses im kommenden Jahr erst getroffen werden solle, nachdem darüber im Rat diskutiert worden sei. In der vergangenen Förderperiode (2008 bis 2013) habe es an Transparenz gefehlt. Außerdem habe man wichtige Informationen darüber vermisst, was innerhalb des Vorstandes der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) an Zielvorstellungen entwickelt worden sei.
"Ich fühle mich persönlich angegriffen", sagt Gerhard Froelian. Es könne nicht angehen, dass der gesamte Leader-Prozess, der die drei Kommunen beispielhaft zusammengeführt und soviel positive Effekte für die ganze Region gehabt habe, jetzt zerredet werde. Und dann auch noch von Harm-Paul Schorpp - einem Mitglied der LAG, das innerhalb von fünf Jahren nur zu zwei Sitzungen der Gruppe erschienen sei.
Die Arbeit der LAG sei stets transparent gewesen, alle Mitglieder der Gruppe hätten die Aufgabe gehabt, Informationen weiter zu tragen und dies auch getan, so Froelian. Er weist auch darauf hin, dass die hauptamtlichen Bürgermeister keine Vorab-Entscheidungen über Projekte getroffen hätten. Alle Mitglieder der LAG seien gleichberechtigt und hätten die Entscheidungen über die zu fördernden Projekte immer gemeinsam getroffen.
Bislang gibt es in den drei Kommunen positive Beschlüssen dazu, auch künftig weiter zusammenarbeiten zu wollen. Da aber die Richtlinien für die kommende Förderperiode noch nicht feststünden, könne man noch keine konkreten Informationen über den möglichen nächsten Leader-Prozess geben, so Froelian. Man müsse abwarten, was in Brüssel und in Hannover beschlossen werde.
Wie berichtet wurden im Rahmen des EU-Leader-Förderprogrammes zwischen 2008 und 2013 zahlreiche Projekte in der Leader-Region Horneburg/Altes Land realisiert, u.a. das Café "Möwennest" in Jork, der Zeitenpfad in Agathenburg und die Sanierung der Gaststätte "Zur Schönen Fernsicht" in Grünendeich. Insgesamt standen zwei Mio. Euro Fördermittel zur Verfügung. Weitere zwei Mio. haben die Kommunen aus eigener Tasche bezahlt.
• Die LAG der Leader-Region Altes Land und Horneburg besteht aus 30 stimmberechtigten Mitgliedern, die sich jeweils zu 50 Prozent aus Vertretern der Räte einschließlich der drei Bürgermeister sowie der so genannten Wirtschafts- und Sozialpartner (WiSo-Partner) zusammensetzen.
www.leader-altesland-horneburg.de