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Feuerwehroldtimer "Max" wird 90 Jahre alt: Tag der offenen Tür bei der Freiwilligen Feuerwehr Horneburg mit Fahrzeugschau am 18. August

Wann? 18.08.2013 10:00 Uhr

Wo? Feuerwehrgerätehaus, Bleiche 2, 21640 Horneburg DE
Die Ehrenmitglieder der Feuerwehr, die auf dem Fahrzeug ihre Ausbildung gemacht haben und noch mit dem Fahrzeug bis 1956 im Einsatz waren (v.li.): Johannes Heinßen, Ernst Erich Meyer, Johann Gerkens, Heinrich Hartmann und Hans Heinrich Hauschild (Foto: Feuerwehr Horneburg)
 
Die Mitglieder der Altersabteilung kümmern sich überwiegend um Pflege und Erhalt des Oldtimers „Max“ (Foto: Feuerwehr Horneburg)
Horneburg: Feuerwehrgerätehaus | Zu einer großen Oldtimer-Ausstellung beim Gerätehaus und einem Tag der offenen Tür lädt der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Horneburg am Sonntag, 18. August, von 10 bis 17 Uhr ein. Anlass ist das 90-jährige Bestehen von Max, der Oldtimer-Motorspritze der Horneburger Feuerwehr.
Die Horneburger Feuerwehr stellt nicht nur für die Besucher ein buntes Rahmenprogramm auf die Beine, sondern hat auch viele „alten Freunde“ von Max zum Fest eingeladen: Dazu gehören die „Oma“, die Oldtimer-Kraftfahrspritze aus Jork, diverse weitere Vor- und Nachkriegesfahrzeuge befreundeter Feuerwehren aber auch alte Traktoren, private Pkw und Motorräder.

Zu Ehren von Max gibt es am Sonntag, 18. August, ein buntes Festprogramm:

10 Uhr: Aufstellung der Oldtimerfahrzeuge
10.30 Uhr: Konzert des Spielmannszuges Horneburg
11.30 Uhr: Übung mit der Handdruckspritze
14 Uhr. Konzert ehemaliger Horneburger Spielleute
14 Uhr: Ehrentafel für alle Feuerwehrmitglieder, die auf „Max“ Dienst gemacht haben
15 Uhr: Übung mit „Max“
15.30 Uhr: Siegerehrung der Gewinner des Preisausschreibens
16 Uhr: Parade und Präsentation der Oldtimerfahrzeuge

Rahmenprogramm und Gewinnspiel

Ein tolles Fest für die ganze Familie: Am Tag der offenen Tür der Horneburger Feuerwehr gibt es diverse Getränke, Leckeres vom Grill sowie Kaffee und Kuchen für die Besucher. Kinder können sich auf einer Hüpfburg austoben und bekommen darüber hinaus ein extra Unterhaltungsprogramm geboten. Außerdem können Besucher jeden Alters attraktive Preise gewinnen: z.B. eine Ausfahrt mit „Max“ oder einen Tag bei der Feuerwehr mit Besichtigung der Einsatzleitstelle. Dafür müssen die Teilnehmer Fragen beantworten.

Retter und Verkehrsraudi zugleich

„Max“, Baujahr 1923, ist die erste selbstfahrende Motorspritze im Landkreis Stade. Der Oldtimer hat eine Leistung von 32 PS und eine Pumpenleistung von 1.000 Litern pro Minute. Der Kaufpreis lag bei 1,4 Millionen Reichsmark, wurde jedoch vom Flecken Horneburg und dem Landkreis Stade aufgrund der Inflation mit 114 Zentner Roggen beglichen.
Der letzte größere Einsatz für „Max“ war am 20. Mai 1955 bei einem Feuer in Hedendorf. Offiziell im Ruhestand ist der Senior seit 1957.
Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 55 km/h sorgte Max bei einer Übungsfahrt im Jahr 1930 für große Empörung beim Jorker Landrat Dr. Karl Schwering: In einem Brief an den Landrat in Stade schreibt er, dass „Max“ am Blütensonntag-Nachmittag am 3. Mai bei angespannter Verkehrslage durch den Kreis gerast sei, „in wildem Tempo laut klingelnd und unter dem Ruf der Mannschaften ‚Platz machen‘.“ Dabei habe Max sogar ein Auto angefahren. „Diesem an Wahnsinn grenzende Unfug muß unter allen Umständen Halt geboten werden“, schreibt Schwering und bittet um „scharfes Eingreifen“.
Horneburgs Fleckenvorsteher Löhden entschuldigte sich für die Raserei und Brandmeister Eggers versprach, dass solche Übungsfahrten in Zukunft unterbleiben. Im gleichen Jahr bekämpfte die Feuerwehr mit Hilfe von Max sechs Brände im Landkreis Stade und half bei sechs Mal bei Wassernotfällen.