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Für ein würdiges Gedenken: Mahnmal auf dem Horneburger Waldfriedhof soll neu gestaltet werden

Die Gedenkstätte auf dem Horneburger Waldfriedhof soll neu gestaltet werden. Vor allem das weiße Hinweisschild sei "unwürdig" und müsse verschwinden
lt. Horneburg. Es ist nicht gerade ansehnlich und sieht eher wie ein "Betreten verboten"-Schild aus: Die weiße Hinweistafel aus Plastik, die die Besucher des Horneburger Waldfriedhofs auf die Gedenkstätte hinweist, die an die Toten und Vermissten des zweiten Weltkrieges erinnern soll. Dass der Platz mit dem großen Kreuz und den Rosenstöcken neu gestaltet werden soll, ist schon länger im Gespräch. Jetzt stellte der Horneburger Künstler Michael Jalowczarz im Planungsausschuss des Fleckens Horneburg einen ersten Entwurf vor.
Demnach sollen die Namen der 272 Toten und Vermissten auf ein bodennahes und vandalismussicheres Pult aus Lavasteinen gedruckt werden (Kosten: 4.100 Euro).
Ob dazu ein relativ langer Text kommt, den der Historiker und Geschichtslehrer Dr. Johannes Heinßen von der „Gruppe gegen das Vergessen“ erarbeitet hat, muss noch geklärt werden.
Ursprünglich hatte Jalowczarz vorgeschlagen, Findlinge mit den Namen der Toten und Vermissten zu beschriften und über den Platz zu verteilen. Die Idee wurde aber verworfen, weil die Kosten mit rund 82.000 Euro zu hoch gewesen wären.
Bislang waren die Namen der Opfer des Zweiten Weltkriegs in einer Kupferrolle im Sockel des großen Holzkreuzes eingemauert und in einem Ehrenbuch im Rathaus aufgelistet. Es werde Zeit, dass die Namen endlich sichtbar würden, so Horneburgs Bürgermeister Hans-Jürgen Detje. Die Gedenkstätte in ihrer jetzigen Form sei nicht mehr zeitgemäß, das Schild sei "unwürdig".
Im Zuge der Neugestaltung des Mahnmals soll auch der Sockel des Holzkreuzes saniert werden.
Ein endgültiger Beschluss soll bei der nächsten Ratssitzung fallen.