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"Horneburg fehlt die Seele"

Die Lange Straße in Horneburg gefällt den Bürgern nicht
lt. Horneburg. Ein klassisches Zentrum und eine "Seele" vermissen viele Horneburger in ihrem Heimatort. Das ist ein Ergebnis der Bürgerbefragung, die das Hamburger Unternehmen "Simmelbarsch.forschung" kürzlich durchgeführt hat. Insgesamt füllten 551 Bürger einen umfangreichen Fragebogen aus und dokumentierten, was ihnen an Horneburg gefällt und was nicht.
Erschreckend: 23 Prozent, also etwa ein Viertel der Befragten, sind der Meinung, dass es in Horneburg nichts wirklich Sehenswertes gibt, das man Besuchern zeigen könnte. 13 Prozent der Befragten gefällt rein gar nichts an Horneburg.
Immerhin halten 50 Prozent das Schloss und den Schlosspark für sehenswert. Auch der Burgmannshof, das Handwerksmuseum, die Kirche und das Gut Daudieck werden erwähnt.
Der Mehrheit gefällt die Lange Straße nicht. Auch der "hässliche Netto-Markt" in der Ortsmitte störe das Ortsbild. Zudem gebe es in Horneburg kaum ein "nettes Plätzchen zum Verweilen", und auch interessante Spielplätze seien Mangelware. Viele Bürger vermissen ein Schuhgeschäft, eine Drogerie, eine Fleischerei und einen Kinderarzt in Horneburg. Die Mehrheit der Befragten wünscht sich zudem mehr Restaurants im Ortskern.
Was den meisten gut gefällt, ist die Lage Horneburgs. Die Nähe zu Hamburg und die schöne Natur rund um Horneburg schätzen 59 Prozent. Das Freibad und die Sportangebote sowie das vielfältige Vereinsleben für alle Altersgruppen und Feste wie der Horneburger Herbstmarkt seien wichtig und gut für den Ort.
Gleichwohl fehlen vielen aber "kulturelle Hingucker". Negativ sei außerdem, dass es vor allem für Jugendliche zwischen 15 und 20 Jahren keine Aufenthaltsmöglichkeiten gebe.
Gerechnet in Schulnoten geben die Bürger ihrem Ort eine 3,5. Veränderungen seien nötig, das Image Horneburgs müsse dringend verbessert und der Ort besser vermarktet werden. Dann könnten die Bürger vielleicht wieder stolz auf ihren Ort sein.
Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Detje ist nicht überrascht von dem Ergebnis der Studie. Ein Ziel der Befragung sei gewesen, das Unwohlsein öffentlich zu machen, so Detje. Alle Bürger sollen wach gerüttelt werden, um den Prozess der städtebaulichen Entwicklung zu begleiten.
Das Umfrageergebnis sei ein Startschuss für die weitere Entwicklung. Federführend wird sich zunächst die Arbeitsgruppe "Imagekampagne" um den bürgernahen Prozess kümmern, so der Ortsbürgermeister. Sie besteht aus Eveline Bansemer (Vors. Kultur- und Wirtschaftsausschuss), Raimund Franken (Vors. CDU/FWG Flecken), Verena Wein-Wilke (Grüne), Uwe Jensen (Wählergemeinschaft), Andreas Schlichtmann (SPD) und Christian Gittermann (Vors. VfL Horneburg).