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Jens Wilke steckt viel Herzblut in die "Schloss"-Sanierung

Ist zwar nicht der "Schlossherr", aber kümmert sich um die Sanierung der Jugendstilvilla: Architekt Jens Wilke
lt. Horneburg. Die lange Geschichte um das Horneburger "Schloss" am Marschdamm nimmt ein gutes Ende. Wie berichtet haben vor Kurzem die umfangreichen Sanierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Jugendstilvilla begonnen. Das WOCHENBLATT hat Architekt Jens Wilke vom Architekturbüro "Architekten Horneburg - Florian Kissing, Jens Wilke" auf der Baustelle besucht.
Oberste Priorität habe zunächst die Sanierung der maroden Westfassade, so Wilke. Sie wird komplett erneuert. Zwischen die alten Holzpfähle wird eine neue Betongründung gesetzt.
Probleme mit den Setzungen an der Westfassade habe es schon gegeben, als der damalige Gutsherr die Villa Ende des 19. Jahrhunderts um ein Geschoss aufstocken ließ. Damals wurde übrigens auch der Turm ans "Schloss" angebaut.
Wilke, der vom "Schloss"-Eigentümer Hans-Jürgen Kammer beauftragt wurde, schätzt, dass die Sanierung der Westfassade im Herbst abgeschlossen ist.
Danach sollen sämtliche Fassaden, die Fenster sowie das Dach erneuert werden. Bis spätestens Mitte 2014 muss alles fertig sein.
"Das werden wir schaffen", sagt Wilke, der viel Herzblut in das Großprojekt steckt. Es sei wichtig, dass dieses Kulturgut erhalten werde. Im Untergeschoss soll nach der Fertigstellung eine Kunstgalerie eingerichtet werden. Im übrigen Teil des "Schlosses" entstehen Wohnungen.
Wie berichtet, wird das "Schloss" mit Fördermitteln in Höhe von 181.000 Euro saniert. Und die seien - entgegen der Meinungen einiger Bürger - hier wirklich gut angelegt, so Wilke. Je 25.000 Euro steuern der Landkreis Stade und der Flecken Horneburg bei. Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen gibt weitere 131.000 Euro dazu.
Für "Schloss"-Eigentümer Hans-Jürgen Kammer bleiben damit „nur“ noch 320.000 Euro der Gesamtkosten in Höhe von 503.000 Euro übrig. Der Hamburger Galerist im Ruhestand plante seit dem Kauf des Gebäudes im Jahr 1980, eine Galerie sowie Künstlerwohnungen in dem denkmalgeschützten Herrenhaus einzurichten. Das Vorhaben war aber immer wieder an der Finanzierung gescheitert.