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Klimamanager für Horneburg und das Alte Land

Im Klimaschutzkonzept für Lühe, Horneburg und Jork werden auch der Einsatz von erneuerbaren Energien ausgewiesen
at. Altes Land/Horneburg. Die Samtgemeinden Lühe und Horneburg sowie die Gemeinde Jork wollen gemeinsam ein Klimakonzept auf die Beine stellen. Die Samtgemeindebürgermeister Gerhard Frolian (Horneburg) sowie Hans Jarck (Lühe) und Gemeindebürgermeister Gerd Hubert (Jork) gaben Christoph Lahner vom Büro "KoRiS - Kommunikative Stadt- und Regionalentwicklung" aus Wiesbaden den Startschuss. Lahner soll das Konzept aber nicht allein erarbeiten: Die Einwohner von Lühe, Horneburg und Jork können sich in das Konzept mit einbringen. DDie erste Gelegenheit bietet sich in einer öffentlichen Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 24. Juli.
Im Konzept stellen Fachleute zunächst den Ist-Zustand in Lühe, Horneburg und Jork fest. Wie wird Energie genutzt und wie viel klimaschädliches Kohlendioxid wird ausgestoßen? Ziel ist es, diesen Wert zu senken. Im Konzept halten die Fachleute fest, in wie weit erneuerbare Energien dafür eingesetzt werden können oder jetzt schon zum Einsatz kommen. Mögliche Lösungen, um Energie zu sparen gehören ebenfalls zum Konzept. Die Politiker bilden bis zur Auftaktveranstaltung eine Koordinierungsgruppe. Dafür sucht die Verwaltung fünf Fachleute aus jeder Gemeinde, sie begleiten den Prozess.
Gerhard Froelian nennt als einen Möglichen Vorschlag zur Umsetzung des Klimaschutzkonzepts: Einen gemeinsamen Klimaberater für Horneburg, Lühe und Jork. "Dieser könnte sowohl Verwaltung, als auch Privatpersonen und Unternehmen beraten", sagt Froelian in einem Telefongespräch. Und er gibt an zu bedenken: "Der Energiewechsel muss umgesetzt werden, und dafür ist Energiesparen wichtig."
Ein weiterer Vorschlag zur Umsetzung des Konzeptes könne die Umgestaltung der Straßenbeleuchtung in den Ortschaften sein. In Lühe gibt es bereits Bereiche, in denen energieeffizient gearbeitet wird. Zum Beispiel im Freibad Hollern-Twielenfleth. Dort wird das Becken in der Nacht mit einer Folie abgedeckt, die Wassertemperatur bleibt somit erhalten und das Wasser muss nicht noch einmal aufgewärmt werden. "Spannend sind die Punkte, die in allen Gemeinden umgesetzt werden sollen", sagt Hans Jarck. Und spricht damit genau wie Froelian den Klimaschutzmanager an. Dieser würde auch nach Abschluss des Projektes zu 85 Prozent vom Bund weiter finanziert werden.
Die Verwaltungen hoffen, dass Klimaschutzkonzept bis März 2015 fertigzustellen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit finanziert 65 Prozent der entstehenden Kosten. Zwischenergebnisse werden bereits im Herbst erwartet.
Die Ergebnisse des Klimaschutzkonzeptes fließen auch in die erneute Bewerbung der Gemeinden als LEADER-Region. Die neue EU-Förderperiode hat bereits begonnen. Die Einwohner der Gemeinden sind auch hier zur Mithilfe aufgerufen. Parallel zu den Klimaschutzveranstaltungen wird es auch Termine für die LEADER-Regionen geben. Einzelne Projekte aus dem Klimakonzept könnten über das LEADER-Projekt auch darüber hinaus gefördert werden.