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Neuer Glanz für das Horneburger Freibad

Ist sanierungsbedürftig: das Horneburger Freibad
jd. Horneburg. Politiker beschließen, Sanierung der Schwimmbecken in Edelstahl auszuführen. Die Planungen für die Sanierung des Horneburger Freibades sind in trockenen Tüchern: Nachdem der Entwurf des Wiesbadener Ingenieurbüros "Balneatechnik" kürzlich auf einer gemeinsamen Sitzung der drei zuständigen Fachausschüsse einstimmig abgesegnet wurde, dürfte die Zustimmung des Samtgemeinderates - das Gremium tagte am gestrigen Dienstag nach Redaktionsschluss - reine Formsache gewesen sein. Insgesamt knapp drei Millionen Euro investiert die Gemeinde in die komplette "Runderneuerung" des in Jahre gekommenen Bades.

Nicht nur die Becken werden modernisiert, sondern auch die technischen Anlagen: Allein der Einbau neuer Pumpen und Filter schlägt mit knapp 740.000 Euro zu Buche. Mit der Sanierung, die Mitte September beginnen und pünktlich zur Badesaison 2016 abgeschlossen sein soll, ist eine kleine Umgestaltung des Bades verbunden: Das Becken für die Schwimmer wird zugunsten des Nichtschwimmer-Bereiches verkleinert.

Bislang stehen fünf 50-Meter-Bahnen zur Verfügung. Zwei davon sollen künftig auf 25 Meter verkürzt werden, um mehr Platz im benachbarten Spaßbecken zu schaffen, das zusätzlich eine Breitrutsche erhält. Mit dieser Maßnahme soll die Funktion als "Mehrgenerationenbad" stärker herausgestrichen werden. Ziel ist es, dass das Freibad nicht nur Senioren anlockt, die vorzugsweise zum Frühschwimmen kommen, sondern auch für Jugendliche und Familien attraktiv wird.

Insgesamt sechs Alternativen für eine Neukonzeption des Freibades, das 1957 errichtet und seitdem niemals grundlegend saniert wurde, stellte "Balneatechnik"-Planerin Nicole Riedle vor. Dabei kristallisierte sich schnell eine breite Zustimmung für die von ihr bevorzugte Variante sechs heraus, die knapp 1,6 Millionen Euro kostet. Diese Variante sieht eine massive Trennwand zwischen Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken sowie eine kleine Plattform genau in der Mitte des Bades vor. Diese Plattform wird über eine Brücke mit dem Beckenrand verbunden sein. Die Brücke dient vor allem der Sicherheit: Sie soll von den Schwimmmeistern genutzt werden, um die Badegäste zu beaufsichtigen.

Bei der Sanierung werden die Becken komplett mit Edelstahl ausgekleidet. Die Verwendung von glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) wäre zwar rund 300.000 Euro geünstiger, doch die Metall-Ausführung ist wesentlich haltbarer. Laut Riedle ist bei GFK von einer Lebensdauer von 20 Jahren auszugehen. Edelstahl hingegen hält rund 35 Jahre.