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Restaurierungsarbeiten am Schloss sind fast abgeschlossen

Die Westfassade des Schlosses drohte einzustürzen
at. Horneburg. at. Horneburg. Die Sanierungsarbeiten am Horneburger "Schloss" gehen in die letzte Runde: Es fehlen noch die Fenster und die restlichen Arbeiten am Dach. Im Juli wird das Gerüst, das besonders die Westfassade vor dem Einsturz bewahrte, endlich abgebaut. "Das Hauptziel haben wir geschafft", sagt der ausführende Architekt Jens Wilkens auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Und meint damit, die Herstellung der Außenwand des denkmalgeschützten Gebäudes. Das Büro "Architekten Horneburg - Florian Kissing, Jens Wilke" war schon vor dem Baustart am Marschdamm vor einem Jahr betraut worden.
Wilke beschreibt die Restaurierungsarbeiten als knifflig. Einen Neubau plane der Architekt von unten nach oben aufzubauen, im Falle des "Schlosses" mussten die Spezialisten dagegen zu erst die Fassade von oben abstützen und sich dann nach unten vorarbeiten. "Es war eine spannende Aufgabe", so Wilke, er restauriert seit 30 Jahren denkmalgeschützte Häuser. Die Fassade des Horneburger "Schlosses" erhielt neue Betonstützen. Weitere Baumängel seien bei den Arbeiten nicht aufgetreten, der Zeitplan hätte sich dennoch etwas verzögert. "An die älteren Häuser muss man eben mit Bedacht herangehen", sagt Wilke. Zum Beispiel habe man die Dachziegel in einer Ziegelei in Dresden brennen lassen, weil sie nur dort das richtige Format erhalten und somit auch dem Original am nächsten kommen.
Die Baukosten halten sich laut Architekt Wilke im Rahmen. Wie berichtet, wird das "Schloss" mit Fördermitteln in Höhe von 181.000 Euro saniert. Landkreis Stade und der Flecken Horneburg steuern je 25.000 Euro bei. Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen gibt weitere 131.000 Euro dazu.
"Schloss"-Eigentümer Hans-Jürgen Kammer zahlt 320.000 Euro der Gesamtkosten in Höhe von 503.000 Euro aus eigener Tasche. Der Hamburger Galerist im Ruhestand plant seit dem Kauf des Gebäudes im Jahr 1980, eine Galerie sowie Künstlerwohnungen in dem denkmalgeschützten Herrenhaus einzurichten. Das Vorhaben war aber immer wieder an der Finanzierung gescheitert.
Hans-Jürgen Kammer hat den Horneburgern zugesichert, dass auch sie das Schloss in einer Form nutzen dürfen.
Einen Fan hat das Schloss bereits: Storch Adebar. Im Zuge der Bauarbeiten musste auch sein Nest auf dem Schlossturm für kurze Zeit weichen. Bedenken, dass der Vogel seine neue Nisthilfe nicht annehmen würde, zerstreuten sich schnell: Adebar genießt bereits mit seinem Nachwuchs die Aussicht vom Turm.

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