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Schrecken des Krieges: Augenzeugen erzählen / Dialog zwischen Jung und Alt in Horneburg

Astrid Rehberg, Edith Duve, Klaus Kuchenbecker und Werner Oelenbüttel (v-li-) berichteten von den Kriegstagen (Foto: Rehberg)
jd. Horneburg. Es gibt sie noch: Die Augenzeugen, die die Schrecken der NS-Zeit und des Zweiten Weltkrieges selbst erlebt haben. Sie sind eine authentische Quelle für die damaligen Ereignisse und können nachfolgenden Generationen oftmals anschaulicher als jedes Fachbuch vermitteln, welche Gräueltaten damals verübt wurden. In Horneburg haben sich ältere Menschen zu einem "Gesprächskreis Kriegsgeneration" zusammengefunden - mit dem Ziel, Schüler aus erster Hand über die damalige Zeit zu informieren. Die Teilnehmer des Gesprächskreises waren kurz vor den Ferien erstmals an der Horneburger Oberschule zu Gast.

Bei den neunten Klassen steht das Dritte Reich auf dem Lehrplan. Da bot es sich an, Angehörige der Kriegsgeneration in den Unterricht zu holen, um den Stoff auf anschauliche Weise zu vermitteln. Die älteren Herrschaften berichteten von ihren Erlebnissen aus der Zeit der Machtergreifung durch die Nazis und den folgenden Jahren, nachdem das verbrecherische Regime Krieg und Terror über Europa brachte. Der Bogen reichte vom Auftakt der Judenverfolgung in der Reichspogromnacht bis zur Flucht aus Pommern gegen Kriegsende.
Die Schüler waren von den Erzählungen sichtlich beeindruckt. Besonders berührte die jungen Leute die Tatsache, dass die Senioren damals in ihrem Alter waren, als sie Krieg und Vertreibung ausgesetzt waren. Der generationsübergreifende Dialog soll nach den Ferien fortgeführt werden. Im der zehnten Klasse werden sich die Schüler noch intensiver mit dem Thema befassen - und dann auch in der Lage sein, gezielt Fragen an die Mitglieder des Gesprächskreise zu stellen.