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Warum das WOCHENBLATT nicht mehr über den Reitverein Horneburg schreiben "darf"

Hans-Ulrich Scheruhn (Foto: oh)
lt. Horneburg. Liebe Mitglieder des Reitvereins Horneburg: an dieser Stelle hätte ein Artikel über Euer schönes Pferd "Fantasie" stehen können, das beim Online-Wettbewerb "Top Horse of the Year" ins Rennen geht und für einen Sieg auf jede Stimme angewiesen ist. Ein Termin im Stall mit "Fantasie" und ein paar Kindern stand bereits fest. Doch leider machte der Reitvereins-Vorsitzende Hans-Ulrich Scheruhn uns im letzten Moment einen Strich durch die Rechnung.
Er wolle nicht, dass das WOCHENBLATT einen Artikel über "Fantasie" schreibe. Scheruhns Begründung für die Entscheidung gegen eine Berichterstattung in der Kreiszeitung, die in den Landkreisen Stade und Harburg jede Woche rund 404.000 Haushalte erreicht: Es gebe da diesen Tageblatt-Redakteur, der viel für den Verein tue und mit dem er sich auch sehr gut verstehe. Sollte nun dieser Redakteur, der ebenfalls über "Fantasie" geschrieben hat, einen ähnlichen Artikel im WOCHENBLATT lesen, wäre er womöglich "eingeschnappt" und fühle sich "auf den Schlips getreten".
Nun kann man von einem Reitvereins-Vorsitzenden vielleicht nicht verlangen zu wissen, wie höchst unprofessionell und "stutenbissig" ein Redakteur dastünde, sollte er tatsächlich für sich das alleinige Recht beanspruchen, über einen engagierten Verein berichten zu "dürfen".
Sehr wohl sollte ein Vereinsvorsitzender aber in der Lage sein, die besten Entscheidungen für seinen Verein zu treffen. Dazu zählt z.B., eine breite Öffentlichkeit auf das Engagement des Horneburger Reitvereins und das mögliche "Top Horse of the Year" aufmerksam zu machen.
Dass es nun anders gekommen ist, bedauert die WOCHENBLATT-Redaktion. Und wundert sich auch nicht mehr darüber, dass wir bisher kaum Pressemitteilungen vom Reitverein bekommen haben. Die Leidtragenden sind letztendlich die Vereinsmitglieder. Lena Stehr