Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Wasser bewegt viele Bürger

Sprach vor einem vollen Saal: Bürgermeister Hans-Jürgen Detje
jd. Horneburg. Reichlich Fragen aus dem Publikum: Horneburgs Bürgermeister lud zum Info-Abend. Es gab viele Infos, jede Menge Fragen und auch ein wenig Kritik: Auf der Bürgerversammlung in "Stechmann's Gasthof" in Horneburg kam eine breite Palette von Themen zur Sprache. Weit über einhundert Horneburger waren der Einladung von Bürgermeister Hans-Jürgen Detje (CDU) gefolgt, um sich über die aktuelle Maßnahmen und zukünftigen Vorhaben in der Kommune zu informieren.

Erwartungsgemäß nahmen die Sanierungsarbeiten im Ortskern an diesem Abend den breitesten Raum ein: "Horneburg ist eine einzige Baustelle. Dass unser Ort derzeit zweigeteilt ist, hat reichlich Ärger verursacht", konstatierte Detje bereits zum Auftakt. Als ob er es geahnt hätte: Etliche Anwesende bekundeten in diesem Zusammenhang ihren Unmut. Kritisiert wurden unter anderem die wenig durchdachte Beschilderung bei den Umleitungen und die durch die Bauarbeiten verursachte erhebliche Verkehrsbelastung in der Otto-Balzer-Straße. Mehrere Anwohner beklagten sich, dass vor allem Lkw dort viel zu schnell unterwegs seien. Sie machten die "dicken Brummis" außerdem für die Schäden am Fahrbahnrand und an den Beeten entlang der Straße verantwortlich.

Laut Bürgermeister Detje und Planer Felix Holzapfel-Herziger wird der erste Bauabschnitt der Ortskernsanierung voraussichtlich bis Ende Mai fertiggestellt sein. Danach wird mit der Langen Straße der zweite Abschnitt der rund 3,9 Millionen Euro teuren Maßnahme in Angriff genommen. Um kein Verkehrschaos anzurichten, soll die Neugestaltung der Straße in drei Teilabschnitten erfolgen - und zwar beginnend vom Burgmannshof bis hin zur Einmündung in die Straße "Im kleinen Sande".

Bevor die Lange Straße erneuert wird, muss die Kanalisation komplett auf Vordermann gebracht werden. Dazu ist an der Kreuzung zur Neumarktstraße der Einbau eines großen Kanalschachtes erforderlich. "Um eine länger andauernde Sperrung des Kreuzungsbereiches werden wir nicht umhinkommen", so der Planer.
Das Thema Wasser bewegte auch etliche Bürger: So wurde nach dem Sinn und Zweck des Fontänenfeldes gefragt, das auf der Freifläche vor dem Burgmannshof entstehen soll. Einige Anwesende wollten wissen, warum Horneburg rund 70.000 Euro für "Wasserspiele" ausgeben soll, die so oder ähnlich in vielen Orten zu finden sind.

Hausbesitzer aus dem Bereich hinter dem Marktplatz wiederum denken beim Stichwort "Wasser" an die Überschwemmungen, von denen in der Vergangenheit ihre Grundstücke betroffen waren, wenn es heftig schüttete. "Bei Starkregen schießen die Wassermassen von der Bahnhofstraße über den Netto-Parkplatz zu uns runter ins Wohngebiet", beklagte sich ein Bürger. Er befürchtet, dass sich die Situation noch zuspitzt, da im Zuge der Ortskernsanierung die Bordsteine verschwinden. Doch Detje gab Entwarnung: Die Bahnstraße erhalte eine sogenannte Schwerlastrinne. Diese 40 Zentimeter breite Rinne, die quer über die Fahrbahn verläuft, soll das Regenwasser frühzeitig ableiten.

Zumindest in diesem Bereich scheint alles in trockenen Tüchern zu sein. Über weitere Themen, die auf der Bürgerversammlung diskutiert wurden, wird das WOCHENBLATT in den kommenden Ausgaben berichten.