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Wieder ein Fall von Wilderei: in Dollern sägt Täter dem Reh das Gehörn ab

Der Wilderer hat beim Rehschädel das Gehörn abgesägt (Foto: Heinrich Pralle)
am. Dollern. Nur wenige Tage nachdem ein Jäger im Alten Land die Überreste zweier Rehböcke fand (das WOCHENBLATT berichtete), wurde nun ein weiterer Fall von Wilderei bekannt. Am Dienstag entdeckte ein Spaziergänger den Schädel und die Beine eines Rehbocks im Feerner Moor in Dollern. Er verständigte die zuständigen Jäger. Das Seltsame an diesem Fall: Der Täter hat das Gehörn abgesägt. "Das ist sehr suspekt", sagt Peter Heinsohn, Jagdpächter in Dollern und Vorsitzender der Jägerschaft des Landkreises Stade. "Wer sägt bei einem Tier die Hörner ab?"
Auch in diesem Fall hat der Wilderer das Fleisch mitgenommen. Die Eingeweide, so vermutet Heinsohn, wurden bereits von Tieren gefressen. Deswegen könne er auch nicht sagen, ob das Reh erschossen wurde. "Nach dem Verwesungszustand zu urteilen, lagen die Überreste schon sieben bis zehn Tage dort", sagt der Jäger. Einen Zusammenhang mit dem Fall im Alten Land sieht er nicht.
Heinrich Pralle, ebenfalls Jagdpächter in Dollern, warnt davor, in Verdachtsfällen eigenmächtig zu handeln. Besser sei es, die Polizei zu rufen und sich von verdächtigen Autos die Kennzeichen zu notieren.