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Der Sandabbau wird fortgesetzt

Der Baggersee ist ein beliebtes Ausflugsziel im Sommer. Das Betreten des Privatgrundstücks ist verboten. Der Eigentümer will zukünftig Anzeige gegen die Gäste erstatten (Foto: oh)
Sandflug, ungebetene Gäste, Lärm und jede Menge Müll: Schragenberger protestieren gegen den Abbau

at. Nottensdorf. Sandflug, ungebetene Badegäste, die Lärm machen und Müll verursachen – die Liste der Beschwerden ist lang. Dennoch werden es die Anwohner des Schragenberger Baggersees nicht verhindern können: Der Sandabbau in Nottensdorf wird weitergehen. Die Firma Bunte stellte ihre entsprechenden Pläne in der jüngsten Sitzung des Samtgemeinderates im Dorfgemeinschaftshaus vor. Die Abbaugenehmigung gilt für die nächsten vier Jahre.
Bauleiter Helmut Klaß und der technische Leiter Helmut Wollenschläger informierten die rund 30 Schragenberger und den Rat über die Pläne. Ihnen sei es wichtig, die Hinweise und Anregungen der Anwohner in den neuen Antrag aufzunehmen. Entscheiden wird über diesen der Landkreis. Die Fläche sei laut Wollenschläger bereits für 1,5 Millionen Kubikmeter Sandabbau genehmigt. 250.000 Kubikmeter Sand fehlten noch. Im Antrag gehe es im Wesentlichen darum, dass den Zeitraum des Sandabbaus um vier Jahre zu verlängern. Helmut Wollschläger und Helmut Klaß gehen davon aus, dass der Antrag genehmigt wird. „In der Regel wird erst ein Gebiet zu Ende ausgebeutet, bevor eine neue Quelle erschlossen wird“, so Wollenschläger.
Gegen den Sandflug, den die verärgerten Anwohner monierten, weiß aber auch der technische Leiter keine Lösung. Die Fläche mit Mutterboden zu bepflanzen, sei nicht erlaubt. Laut Abbaugenehmigung solle dort Magerrasen wachsen, deswegen seien ihnen die Hände gebunden, so Wollschläger. Dass einigen Anwohnern aufgrund des Sandabbaus Wasser in die Keller läuft, wollte er nicht glauben. „Dafür ist der Grundwasserspiegel zu niedrig.“ Außerdem habe es weder vor den Baumaßnahmen noch danach Anzeichen dafür gegeben. Die Messstände würden auch jährlich geprüft. Dennoch versprach er, sich darum zu kümmern.
Bei einem Problem sei er allerdings machtlos: Im Sommer sind regelmäßig ungebetene Badegäste auf dem Gelände zu Besuch. Sie durchtrennen den Zaun, der das Privatgelände abgrenzt, und feiern die ganze Nacht. Sie hinterlassen ihren Müll und stöhrenn die Nachtruhe der Anwohner. Dazu kommen Fahrten mit Quads und Motocross-Bikes und das Parken im Wohngebiet. „Wir kennen das Problem von ungebetenen Gästen von vielen Baustellen“, sagte Helmut Wollenschläger. Jeder, der das Gelände betritt, wird zukünftig angezeigt, so der technische Leiter.