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Ein Fall für die Kommunalaufsicht?

Neubau von Doppelhäusern ist immer noch Thema in Nottensdorf
lt. Nottensdorf. Der Neubau von vier Doppelhäusern in der Nottensdorfer Ortsmitte (das WOCHENBLATT berichtete) beschäftigt die Bürger und den Rat noch immer. Jetzt soll die Kommunalaufsicht prüfen, ob die Verwaltung bei der Bauanzeige rechtmäßig gehandelt hat.
Einen entsprechenden Antrag hatte Barbara Schmitz-Moser (parteilos), die selber Anwohnerin ist, gestellt. Fünf Ratsmitglieder stimmten dafür, Ortsbürgermeister Hans Alpers-Janke und Dierck Heins waren dagegen.
"Für mich war die Sache eigentlich erledigt", sagt Alpers-Janke. Dass nun doch die Behörde in Stade eingeschaltet werden soll, sei hauptsächlich einigen Anwohnern geschuldet, die genau dies gefordert hatten. Sie sind der Ansicht, dass die geplanten modernen Häuser vom Stil und von der Größe her nicht in die Umgebung passen und fürchten eine Abwertung der Wohngegend sowie eine "Zersiedelung des Ortskerns".
Wie berichtet, baut Investor Alexander Sparr aus Bliedersdorf auf dem 3.161 Quadratmeter großen Grundstück am „Thekla-von-Düring-Weg“/„Am Walde“, auf dem bis vor rund zwei Jahren die Gaststätte „Romantic-Hütte“ angesiedelt war, vier Doppelhäuser mit Satteldach und 45 Grad Dachneigung.
Der Rat hatte sich zunächst gegen eine Teilung der Fläche in vier Grundstücke ausgesprochen, weil die im B-Plan festgelegte Mindestgrundstücksgröße bei 800 Quadratmetern liegt. Da die Zahl der Häuser pro Grundstück aber durch die Satzung nicht begrenzt ist und der Investor eine Bauanzeige für vier Häuser auf drei Grundstücken gestellt hat, wurde die Festsetzung im B-Plan eingehalten. Der Bau der Häuser, der inzwischen auch schon begonnen hat, ist also zulässig. Sieben der acht Doppelhaushälften sind bereits verkauft.
Hans Alpers-Janke ist wohl nicht er einzige, der in der Einschaltung der Kommunalaufsicht nur eine unnötige Beschäftigung von Behörden-Mitarbeitern sieht.