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Freizeitpark bald Geschichte?

Nottensdorfs Bürgermeister Hans Alper-Janke bei der Einweihung des neuen Boulder (engl. Felsblock) im Freizeitpark. Das Spielgerät wurde 2013 angeschafft. (Foto: oh)
Politiker wollen Gelände für Fußballplatz opfern / Kosten und Bedarf stehen nicht fest / Diskussionen im Rat

at. Nottensdorf. Streit im Nottensdorfer Rat: Die Überlegung, im Freizeitpark Nottensdorf an der B73 einen Sportplatz mit Rasen zu bauen, entzweit das Gremium. Die eine Hälfte scheut die hohen Kosten, die andere Hälfte sieht dies als einzige Lösung für die zwei Fußballherrenmannschaften von dem Verein "Noki in Action" in Nottensdorf.
Der aktuelle Pachtvertrag für den Freizeitpark läuft im Oktober aus. Einen neuen Interessenten gibt es zwar laut Gemeinde. Er könne den Park auch noch einige Jahre bewirtschaften, denn die Planungen für den Fußballplatz sind noch ganz am Anfang. Erstmal müsse geklärt werden, ob der Freizeitpark überhaupt anderweitig genutzt werden darf. Sollte das der Fall sein, würde der Park geöffnet, rund die Hälfte der Fläche könnte rund die Hälfte der Parkfläche als Sportplatz genutzt werden. Spielgeräte, die ohne Aufsicht auskommen, wollen die politiker erhalten.
Bürgermeister Hans Alpers-Janke (CDU) und sein Stellvertreter Dierk Heins (CDU) sprachen sich in der Ratssitzung für die Veränderung des Freizeitparks.aus. Reinhard Stupl (CDU) und Magdalena Barbara Schmitz-Moser (parteilos) wollen dagegen den Bau im Freizeitpark verhindern. "Die Kosten lassen sich nicht abschätzen. Wenn wir den Bau zulassen, dann fehlt das Geld an anderer Stelle", sagte Reinhard Stupl. Man müsse auch die Folgekosten berücksichtigen. Stupl plädiert für den Bau eines Fußballplatzes zwischen B73 und der Bahnlinie. Die Zufahrt sei, so Stupl, keine Belastung für die Anwohner und der angrenzende Hang für eine Tribüne geeignet. Außerdem sei es eine günstigere Variante.
Die Befürworter der Freizeitpark-Lösung sehen die Kostenfalle eher im Freizeitpark selbst. Die Gemeinde unterstützte den Betrieb in den vergangenen zwei Jahren jeweils mit rund 30.000 Euro.
Was der Bau des Sportplatzes im Freizeitpark kosten wird, wissen die Politiker noch nicht. Ein Gutachter hatte zuvor nur drei Standorte geprüft: im und neben dem Freizeitpark sowie an der Wohnbausiedlung am Fischerhof. Bei der letzten Variante wäre eine hohe Lärmschutzwand nötig, damit die Anlieger nicht gestört werden. Das gleiche Problem entsteht, wenn der Fußballplatz neben dem Freizeitpark entsteht.
Für den Nottensdorfer Rat ist eine Lärmschutzwand das Ausschlusskriterium.
Die Planungen für einen Sportplatz gehen weit zurück. Die letzte Kostenschätzung für eine solche Sportstätte ist so alt, dass sie noch in DM abgegeben wurde. Ein Experte ging damals von 800.000 DM aus. Diese Zahl ist heute aber kaum noch ernst zu nehmen.
Die Fußballer des Vereins "Noki in Action" besuchten zahlreich die Sitzung. Sie wünschen sich möglichst bald eine Lösung. Zurzeit trainieren die Nottensdorfer Fußballer auf dem Vorplatz am Waldstadion.
Bürgermeister Hans Alper-Janke will nun die Kosten schätzen lassen. Die Politiker wollen erst dann weiter über den Fußballplatz und den Freizeitpark beraten, wenn die Schätzung vorliegt.