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Gemeinde Nottensdorf für Erweiterung des Dorfgemeinschaftshauses und gegen den Kauf des "Schopskobens"

Soll verkauft werden: der "Schopskoben" in Nottensdorf
lt. Nottensdorf. Gute Nachrichten für die Vereine "Noki in Action" und die Nottensdorfer Theatergruppe, schlechte Nachrichten für den Männergesangverein "Eintracht". Der Nottensdorfer Gemeinderat hat sich jetzt einstimmig für eine Erweiterung des Dorfgemeinschaftshauses ausgesprochen, die es den "Nokis" und den Laienschauspielern erlaubt, Teile ihres Equipments dort zu lagern. Der Antrag des Männergesangvereins, den "Schopskoben" zu kaufen, wurde hingegen vom Gemeinderat mit drei zu fünf Stimmen abgelehnt.
Wie berichtet, herrschte in den vergangenen Wochen dicke Luft zwischen den "Nokis", der Theatergruppe und dem Gemeinderat, weil ein Antrag auf die Lagerung von Vereinsequipment im Dorfgemeinschaftshaus zunächst abgelehnt wurde.
Jetzt ist der Rat einen Schritt auf die engagierten Dorfbewohner zugegangen und will die Planung für einen rund 30 Quadratmeter großen Anbau in Auftrag geben. Der Horneburger Architekt Jens Wilke hat sich bereits erste Gedanken gemacht. Demnach würde der Anbau im hinteren Bereich geplant, mit einem Eingang vom Saal aus sowie einer Tür nach draußen.
Mitglieder der Theatergruppe reichten mehrere eigene Zeichnungen für mögliche Anbauten ein. Die Entwürfe sollen geprüft und in die Endplanung einbezogen werden, so Ortsbürgermeister Hans Alpers-Janke.
Bis der Anbau fertig ist, dürfen die "Nokis" ihre Matten, Gymnastikbälle und Stepper im Schuppen des Dorfgemeinschaftshauses lagern.
Zum Bedauern des Männergesangsvereins und des CDU-Ratsherrn Reinhard Stupl wird die Gemeinde den 1790 erbauten "Schopskoben" nicht kaufen. Wie berichtet, steht das Fachwerkhaus mit Reetdach für 198.000 Euro zum Verkauf.
Stupl plädierte für den Erwerb des "Kleinods des Dorfes", um es für die Bürger und Vereine als letzte Gaststätte im Ort sowie als Übungsraum, z.B. für Chorproben, zu erhalten.
Zwei Caterer hätten bereits Interesse signalisiert, die Bewirtung zu übernehmen, so Stupl. Zudem könnte ein Förderverein gegründet werden, der sich um die Vergabe und Vermietung der Räumlichkeit kümmern würde.
Ortsbürgermeister Hans-Alpers-Janke äußerte Bedenken, wegen der erheblichen finanziellen Belastung durch einen Kauf und die große Verpflichtung, die die Gemeinde auch in den kommenden Jahren eingehen würde.
"Wir können uns keine zwei Dorfgemeinschaftshäuser leisten", so Alpers-Janke, der mit dieser Einschätzung nicht alleine dastand. Er bemängelte, dass der Männergesangsverein weder ein Nutzungs- noch ein Finanzierungskonzept vorgelegt hatte.
Die Entscheidung gegen den Kauf bedeute gleichwohl nicht das Ende des "Schopskobens", so Alpers-Janke. Das Gebäude stehe unter Denkmalschutz und bleibe auf jeden Fall erhalten. Nur die Nutzung als dörfliche Feierstätte sei in Zukunft nicht mehr möglich.
Einstimmig fasste der Rat den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Nördlich Am Gutspark“. Der Arzt Christopher von Düring plant auf seinem Grundstück am Waldrand den Neubau seiner Praxis sowie den Bau von drei Wohngebäuden.