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Horneburger Ortskernsanierung: Mitte Mai soll der erste Bauabschnitt fertig sein

Die Politiker des Bauausschusses machten sich im Rahmen eines Ortstermins ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten
bc. Horneburg. Vermutlich eine Woche müssen sich die Anwohner noch gedulden, dann soll die Straße „Im Großen Sande“ in der Horneburger Ortsmitte weitgehend fertig saniert und wieder freigegeben sein. Die Bauarbeiten gehen jedoch weiter. Nahtlos schließt sich der Bau des Kreisels am Netto-Parkplatz an. In der dritten Mai-Woche soll auch der Rundling laut Verwaltung fertig sein. Der Bauausschuss des Fleckens machte sich jetzt bei einem Ortstermin ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten. „Wir liegen im Zeitplan“, sagte Ausschuss-Vorsitzender Richard Wilke.

Es war ein mühseliger Weg bis hierhin - und er ist noch nicht zu Ende. Bauamtsmitarbeiter Thorsten Milter berichtete während der Begehung und angesichts der teilweise noch fehlenden Bürgersteig-Pflasterung von einigen Schwierigkeiten: „Am meisten haben uns die Kanalarbeiten aufgehalten. Wir haben dort Leitungen vorgefunden, die nirgendwo eingezeichnet waren.“ Kleinere Verzögerungen gab es auch beim neuen Blinden-Leitsystem, dessen Lage nach Rücksprache mit der Kreisbehinderten-Beauftragten geklärt werden musste.

Zudem zogen sich die Verhandlungen mit einigen Anwohnern, was den Bau des Gehwegs anging, länger hin als geplant. Zum Hintergrund: Mit jedem einzelnen Anlieger musste die Kommune einen Vertrag abschließen, in dem er sich verpflichtet, das neu verlegte Pflaster die kommenden Jahre nicht zu verändern. Letztlich war es Bürgermeister Hans-Jürgen Detje, der in vielen Gesprächen die Wogen glättete.

Trotz aller Kommunikation sind nicht alle Anwohner mit der Abwicklung der Baustelle zufrieden. Ratsherr und Hausbesitzer Raimund Franken äußerte deutlich seinen Unmut: „Bei den Absperrungen war kein System zu erkennen. Mir stinkt es gewaltig.“

Anwohner Jürgen Kluit nutzte die Gelegenheit der Anwesenheit der Politiker, um einen Wunsch zu äußern: „Die zugelassene Geschwindigkeit im Sande müsste auf 20 km/h reduziert werden. 30 km/h ist zu schnell.“

Viele Fragen warf zudem die Baustelle vor der Falken-Apotheke auf. Dort musste die Straße erneut aufgefräst werden, um nachträglich eine Schmutzwasserleitung für das geplante Wohnhaus auf dem früheren Penny-Gelände zu verlegen. Die Baustelle ist mittlerweile aber wieder geschlossen.

Für die Zeit des Kreiselbaus ist die Kreuzung am Netto-Parkplatz schon am Montag komplett gesperrt worden. Geplant ist, dass Kunden des Discounters vorübergehend die Einfahrt über den „Sande“ nutzen können. Die Park und Ride-Plätze sind jetzt nur noch von der B73 über die Stader Straße zu erreichen.

Nach dem Kreiselbau geht es dann an den zweiten Bauabschnitt der Ortskernsanierung, die Gestaltung des Platzes am „Kleinen Sande“ und die Erneuerung der „Langen Straße“. Die Auftragsvergabe findet heute im Fleckenrat statt.