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Jede Menge zornige Bürger und weiterhin reichlich Kritik

jd. Agathenburg. Ärger auf der Info-Veranstaltung: Erneut heftige Diskussionen um den Agathenburger Bebauungsplan. Da hat sich jede Menge aufgestaute Wut entladen: Auf der Info-Veranstaltung zum umstrittenen Bebauungsplan für die Agathenburger Ortsmitte machten etliche Bürger ihrem Unmut Luft. Der zuständiger Planer Ivar Henckel aus Hannover, der auf der Versammlung noch einmal die Details des vom Gemeinderat bereits auf den Weg gebrachten B-Plans erläutern wollte, musste sich einiges anhören. So wurde die Vorschrift, dass die Häuser im Ortskern künftig keine schwarzen oder grauen Dachpfannen haben dürfen, schlichtweg als "idiotisch" bezeichnet.
Wie berichtet, stören sich viele Agathenburger an den zahlreichen Vorgaben im B-Plan, der aus Sicht der Wählergemeinschaft, die die Ratsmehrheit stellt, lediglich die Planungsziele aus dem Dorferneuerungs-Programm umsetzt. Doch mit ihrem Anspruch, ein möglichst einheitliches Dorfbild zu bewahren, sind Planer und Politiker nach Ansicht der Kritiker weit über das Ziel hinausgeschossen: Hauseigentümern unter anderem vorzuschreiben, wie Fassaden zu gestalten sind, wo Wintergärten oder Carports platziert werden dürfen oder welche Optik die Fenster haben sollen, wird als überzogene Regulierungswut angesehen.
Einen entsprechend schweren Stand hatte Planer Henckel auf dem Info-Abend. Ihm gelang es nicht, die Wogen zu glätten. Zumal ein weiterer Aspekt zur Sprache kam, der Hauseigentümer in Aufruhr versetzte: Die ursprüngliche Aussage, dass bestehende Gebäude Bestandsschutz besitzen, ist nämlich nicht ganz richtig. Wer innerhalb des Bereiches wohnt, der als sogenanntes Kerngebiet ausgewiesen ist, muss sich bei größeren Sanierungsmaßnahmen künftig penibel an die Bestimmungen des B-Plans halten.