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Kosten für Gerätehaus explodieren

Der rote Bereich in der Skizze stellt den Anbau im Gerätehaus (Foto) dar
jd. Nottensdorf. Dauer-Kritik der Feuerwehr-Unfallkasse: Ortswehr Nottensdorf muss Planungen überarbeiten. Den Herrschaften aus Hannover konnte man es einfach nicht recht machen: Immer wieder monierten die Gutachter der Feuerwehr-Unfallkasse (FUK) Niedersachsen die Pläne für den Anbau am Gerätehaus der Nottensdorfer Ortswehr. Zwei Entwürfe hatte das Planungsbüro Cappel und Reinecke aus Himmelpforten bereits erarbeitet und dabei Anregungen der FUK einfließen lassen. Doch immer wieder kamen die Prüfer mit neuen Kritikpunkten. Erst jetzt beim dritten Anlauf signalisieren sie Entgegenkommen. Doch so richtig freuen kann sich die Samtgemeinde Horneburg darüber nicht. Um die Vorgaben der Unfallkasse zu erfüllen, steigen die Kosten für den Anbau um 75 Prozent: von ursprünglich 200.000 auf rund 350.000 Euro.

Horneburgs Bauamtsleiter Roger Cortault ist auf Zinne: Nach seiner Meinung legt die FUK Vorschriften zu eng aus und damit der Samtgemeinde unnötig Steine in den Weg. Es muss beispielsweise im bestehenden Gebäude eine tragende Wand herausgerissen werden, damit dort künftig größere Einsatzfahrzeuge geparkt werden können. Deren Anschaffung sei für Nottensdorf aber überhaupt nicht vorgesehen, so Courtault: "Allein dieser Eingriff in die Statik schlägt mit erheblichen Mehrkosten zu Buche. Außerdem wird der Anbau nun um einen Meter verlängert, weil die FUK meint, dass im Umkleideraum zu wenig Platz sei."

Trotz der erheblichen Zusatzkosten: Ein kompletter Neubau kommt für die Samtgemeinde nicht in Frage. "Dann wären wir locker bei 600.000 bis 800.000 Euro", rechnet Rathaus-Chef Matthias Herwede vor. Hinzu käme noch das Geld für das Grundstück, sodass man unterm Strich bei rund einer Million Euro liege. Solch eine Summe sprenge für Horneburger Verhältnisse jeden Rahmen.

Besonders ärgerlich sind Herwede und Courtault darüber, dass manche Vorgabe der FUK dem gesunden Menschenverstand widerspricht: So sollen die geplanten zwölf Parkplätze für die 34 Aktiven der Nottensdorfer Ortswehr laut Unfallkasse nicht ausreichen. "Dabei wird völlig ignoriert, dass bei Alarm ein Großteil der Feuerwehrleute mit dem Rad oder zu Fuß kommt", erklärt Courtault: "In Hannover legt man vielleicht auch hundert Meter mit dem Auto zurück, in Nottensdorf aber nicht."